"Die Diskussion der vergangenen Jahrzehnte böte eigentlich genügend Stoff für einen spannenden Roman", erinnert sich Bürgermeister Valentin Blaschitz, der seit 30 Jahren in der Stadtpolitik tätig ist. "Der Lärm und die Abgase der Lastwagen haben die Bewohner der Innenstadt schon damals geplagt." Deshalb habe man überlegt, wie man den Verkehr loswerden könnte. Die erste Variante war eine Umfahrung im Bereich Goldbrunnhof.
Für Aufruhr sorgte dann der Plan für eine Straße im Bereich des Stadtwaldes. Eine zusätzliche Draubrücke hätte gebaut werden müssen. "Dagegen liefen die Gemeinden im Süden Sturm", so der Stadtchef. Nach verschiedensten Trassenvarianten im Osten und Westen der Stadt einigte man sich schließlich auf das Projekt "Völkermarkt Mitte" – ein Tunnel unter der Stadt.
Technisch machbar, aber zu hohe Kosten
"Diese Pläne waren verkehrstechnisch auch gut, allerdings bereiteten die Geologen dem ein rasches Ende", sagt Volker Bidmon, Chef der Landestraßen-Verwaltung. Bei Untersuchungen hatte sich nämlich herausgestellt, dass Feinsand große Probleme bereitet hätte. "Technisch wär's machbar gewesen, die Kosten wären allerdings explodiert", sagt Bidmon.
Im Jahr 2005 wurde die Trasse mit dem Lilienbergtunnel im Gemeinderat festgelegt, zwei Jahre später startete der Bau. Als nächste Maßnahme wird der "Anschluss Mitte" zur Südautobahn in Angriff genommen. Kosten: an die fünf Millionen Euro.
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