Das Fatale an der Verwendung von Liquid Ecstasy ist für Drogenexperten die überaus leichte Erhältlichkeit, die gefährlichen Folgen und die schwere Nachweisbarkeit. Dazu kommt eine starke psychische und physische Abhängigkeit, die beim Absetzen schwere Entzugserscheinungen zur Folge haben. "Dafür gibt es keine Substitutionsmittel oder Medikamente", warnt ein erfahrener Drogenfachmann.
Vergewaltigerdroge
Die farblose, leicht salzig schmeckende und nur schwach riechende Flüssigkeit wirkt stimulierend, kann aber auch bis zur schlagartigen Bewusstlosigkeit führen. Durch erstere Eigenschaften kann die Droge unbemerkt in ein Glas gegeben werden und wird deshalb auch als Vergewaltigungsdroge verwendet. Eine Überdosierung führt zum völligen Verlust der zeitlichen und örtlichen Orientierung, sodass das Opfer im Nachhinein nicht mehr weiß, was passiert ist.
"Es kommt auch vor, dass Liquid Ecstasy in Tablettenform als normales Ecstasy ausgegeben wird. Hier weiß man dann überhaupt nicht, welche Substanzen man konsumiert", klärt ein Drogenfahnder auf. Extrem gefährlich wird die Einnahme im Zusammenhang mit dem Genuss von Alkohol, der die Wirkung enorm verstärkt.
Eine weitere Gefahr der Droge: Bei einem Zusammenbruch und medizinischem Einschreiten wird es dramatisch, wenn der Arzt nicht weiß, dass der Patient GHB eingenommen hat. Dann nämlich kann er aus Unwissenheit durch die Auswahl falscher Notfallmedikamente noch ärgeren Schaden anrichten.
Auf Kinder achten
Tipp eines Experten für die Eltern: "Da der Effekt auch mit anderen chemischen Substanzen, die zum Beispiel in überall erhältlichen Putzmitteln oder Felgenreinigern enthalten sind, erzielt werden kann, sollten sie darauf achten, wenn ihre Kinder so etwas kaufen und zu horten beginnen."
von Werner Kriess, Tiroler Krone
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