Eine Stunde vor Anpfiff war das Stadion, ausgerechnet jenes des Erzrivalen Lustenau, voll. Der Platzsprecher heizte mit teils unerlaubten Ansagen ("Innsbrucker Ors") die 2.500 Fans an. Die Meister-Party war bereits praktisch im Gange...
Doch die Haie zeigten sich davon wenig beeindruckt. Cool ließen sie die Dornbirner anrennen – und schockten die Halle mit dem ersten Angriff, der gleichbedeutend mit der 1:0-Führung war (Kapitän Mössmer im Nachstochern/4.).
Damit kam die "Fete" auch auf dem Eis richtig in Schwung. Viele Fouls (wie ein Check von Spannring an Pittl nach dem Abpfiff), einige Box-Duelle, schnelle und teilweise gefährliche Kombinationen. Eine davon nützte der junge Hofer, als Mattie auf der Strafbank saß.
Zwar hielten sie bis zur 35. Minute die Partie mit Kampfgeist offen, doch mit dem Doppelschlag der Vorarlberger Powerlinie Murphy/Nabokov/Tarvainen war ihnen der finale Nerv gezogen.
So durften die Dornbirner durch defensive Unzulänglichkeiten des HCI noch den höchsten Sieg in der Nationalliga-Finalserie feiern – und nach Spielschluss um 21.44 Uhr mit ihren entfesselten Anhängern.
EC Dornbirn – HC Innsbruck 5:1 (1:1, 2:0, 2:0).
Torfolge: 0:1 (4.) Mössmer, 1:1 (15.) Hofer (PP), 2:1 (36.) Murphy, 3:1 (37.) Tarvainen, 4:1 (56.) Nabokov, 5:1 (57.) Hofer.
von Gernot Gsellmann, Tiroler Krone
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