01.06.2019 13:00 |

Todesursache geklärt:

12 Rinder verendeten durch Schwefelwasserstoff

Eine Tiertragödie hat sich Samstagvormittag auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Rietz in Tirol abgespielt: Zwölf Rinder verendeten - wie berichtet - vor einer Woche in einem Stall in Rietz in Tirol. Ursprünglich hieß es, dass die Tiere durch eine Kohlenmonoxidvergiftung ums Leben kamen. Doch laut einem Berich des ORF Tirol hat es sich um eine Schwefelwasserstoff-Vergiftung gehandelt. Das Land Tirol warnt jetzt vor dem Schwefeleinsatz bei Gülle. 

Elementarer Schwefel wird von Landwirten als Langzeitdünger in die Gülle gerührt, bevor diese auf den Feldern ausgebracht wird. Beim Einrühren kann, wie eben in Rietz der Fall, eine relative hohe Dosis Schwefelwasserstoff freigesetzt werden. Dieses Gas ist aus mehreren Gründen besonder tückisch und gefährlich.

Zu wenig Durchlüftung birgt Gefahr
Schwefelwasserstoff ist schwerer als Luft und sinkt zu Boden. Bei zu wenig Durchlüftung kann es deshalb kleinräumig zu hohen Konzentrationen kommen, die für Mensch und Tier tödlich sein können. Schon bei einer H2S-Konzentration von 0,1 Prozent in der Luft können wenige Atemzüge zur Bewusstlosigkeit und in weiterer Folge zum Tod führen.

Schwefelwasserstoff-Gas hat zwar den Vorteil, dass es unverkennbar nach faulen Eiern riecht, gleichzeitig aber auch die Geruchsrezeptoren betäubt und schließlich nicht mehr wahrgenommen werden kann.

„Schwefel vorläufig verzichten“
Das Land Tirol rät Landwirten, vorläufig auf das Einrühren von Schwefel zu verzichten. Zudem wurden sämtliche Tierärzte und das zuständige Ministerium über die jüngsten Erkenntnisse im Fall Rietz informiert, heißt es. Auch die Händler wurden seitens der Landwirtschaftskammer gebeten, elementaren Schwefel vorerst nicht mehr zu verkaufen.

Dieser Schwefel ist grundsätzlich auch für Biobetriebe zulässig, dient der Bodenverbesserung aber auch der Geruchsneutralisierung der Gülle.

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