Ernüchternde Bilanz

BayernLB weiter in roten Zahlen ++ Großes Hypo-Minus

Kärnten
31.03.2010 13:13
Die Hypo Alpe Adria soll daran Schuld sein, dass die BayernLB heuer wieder nicht in die schwarzen Zahlen kommt. Interims-Vorstandsvorsitzender Stefan Ermisch musste am Mittwoch in München einen Konzernverlust von 2,6 Milliarden Euro für die fast komplett verstaatlichte bayerische Bank vermelden. "Die Abgabe der Hypo Alpe Adria war für uns ein schmerzhafter Schritt", sagte Ermisch.

Ohne die Kärntner Bank hätte der BayernLB-Konzern einen operativen Gewinn von 885 Millionen Euro gemacht, legte Ermisch dar. Davon mussten jedoch 1,44 Milliarden Euro operative Verluste aus der Hypo Alpe Adria, 825 Millionen Euro Forderungsverzicht als Teil der Verhandlungen mit Österreich sowie ein "negativer Entkonsolidierungseffekt" in Höhe von 1,02 Milliarden Euro abgezogen werden - was unterm Strich übrig bleibt ist ein Minus von 2,6 Milliarden.

Weil man den österreichischen Verlustbringer nach nur zwei Jahren mit großem finanziellen Schaden losgeworden ist, stellte Ermisch für das laufende Jahr ursprünglich schwarze Zahlen in Aussicht. Das Vorsteuerergebnis der BayernLB werde "deutlich positiv" ausfallen, versprach der kommissarische Chef.

"Juristische Aufarbeitung"
Ermisch bemühte sich, das erst vor wenigen Monaten abgeschlossene Kapitel Hypo Alpe Adria ganz weit weg von sich zu schieben. "Das Thema ist für uns wirtschaftlich beendet", betonte der Banker mehrfach. Allerdings nicht die "juristische Aufarbeitung".

Die eine oder andere Million zurückholen
Alle rechtlichen Möglichkeiten würden ausgeschöpft, um auf dem Wege des Schadensersatzes vielleicht noch die eine oder andere Million vom Land Kärnten oder anderen, die die BayernLB beim Erwerb der Hypo Group Alpe Adria 2007 über den Tisch gezogen haben könnten, zurückzuholen. "Wir werden alles tun, was geht", so Ermisch.

Hypo bilanziert: Riesiger Verlust 
Wenige Stunden nach der Ex-Mutter BayernLB, hat auch die seit Dezember der Republik Österreich gehörende Hypo Group Alpe Adria Bilanzdaten veröffentlicht. Wie erwartet schließt die Bank nach riesigen Abschreibungen mit einem Nettoverlust von 1,58 Milliarden Euro. Im Jahr davor lag der Nettoverlust bei 519,7 Millionen Euro.

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