15.05.2019 07:21 |

Aggressives Verhalten

Brand in Zelle gelegt: Fünf teils schwer Verletzte

Alarm in der Justizanstalt Graz-Jakomini: Am Dienstag soll - wie berichtet - im ersten Stock ein U-Häftling in der Einzelzelle eine Matratze in Brand gesteckt haben. Der 38-Jährige wurde schwer verletzt. Vier Justizwachebeamte mussten ebenfalls mit Rauchgasvergiftungen ins Spital.

Der U-Häftling - er soll einen Polizisten mit einem Messer verletzt haben - fiel mehrere Male durch seine Aggressionen auf und gilt deshalb als schwierig. Warum er Feuer in der Einzelzelle legte, ist noch unklar. Alles deutet aber darauf hin, dass er am Dienstag gegen 13 Uhr mit einem Feuerzeug die Matratze in Brand steckte.

Zustand des Insassen kritisch
Danach drehte er die Wasserleitung auf und kroch unter das Waschbecken. Die Grazer Berufsfeuerwehr - der Alarm ging um 13.27 Uhr ein - rückte mit fünf Fahrzeugen und 23 Mann zum Brandort aus. Der 38-Jährige war bereits bewusstlos, als er aus der Zelle gezogen und dem Roten Kreuz übergeben wurde. Seitdem befindet er sich auf der Intensivstation. Sein Zustand ist kritisch.

Vier Helfer verletzt
Beim Löscheinsatz - die über dem Brandherd gelegenen Zellen wurden evakuiert - standen auch mehrere Justizwachebeamte im Einsatz. Drei erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung, ein Kollege wurde mittelschwer verletzt. Die Einzelzelle ist zerstört, der Verputz bröckelt von den Wänden.

Gewerkschaft fordert Sicherheitsabteilung
Justizwache-Gewerkschafter sind ob der Geschehnisse schockiert, sie erwarten sich ob der Gefährlichkeit diverser Insassen mehr Sicherungsmöglichkeiten: „Für solche Häftlinge fordern wir schon lange eine Sicherheitsabteilung. Die Verantwortlichen müssen endlich mit der Anstaltsleitung ein ernstes Wörtchen reden!“, so Justizwache-Gewerkschafter Mario Raudner. 

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