35-Jähriger tickte aus

Fußball-Obmann bedroht: Spielervater vor Gericht

Steiermark
13.05.2019 18:25
Mit dem Vorstand eines Fußballvereins in der Südoststeiermark kam der angeklagte 35-Jährige offenbar gar nicht klar: Als seine beiden Buben nach diversen Streitereien auch noch suspendiert wurden, tickte er aus und bedrohte den stellvertretenden Obmann des Vereins am Telefon. Gestern saß er vor Gericht.

Tormanntrainer war der Angeklagte (35), außerdem lief er selber auch für die Kampfmannschaft des südoststeirischen Vereins ein. Doch das war einmal, die harmonischen Zeiten sind längst vorbei.

Vater wollte kostenlose Freigabe
Der Grund: Auch zwei Söhne kickten in den Nachwuchsmannschaften, wurden aber suspendiert. Weil sie tätlich auf andere Kinder und Spieler losgegangen sein sollen, wie später das Opfer aussagte. Das wiederum glaubte der Angeklagte nicht. Ziemlich grantig wählte er daraufhin die Handynummer des stellvertretenden Obmanns, dem späteren Opfer, und forderte die kostenlose Freigabe seiner Buben sowie eine Geldentschädigung für geleistete Dienste. Wenn nicht, würde er ihm laut Anklage den Schädel einschlagen. Und ob er nicht wisse, dass er Albaner sei, dort regle man solche Dinge anders.

Angeklagter forderte Freispruch
Ein weiterer Zeuge will wissen, dass der 35-Jährige gedroht habe, den Kindern des Opfers die Kehle durchzuschneiden. Die Burschen wurden vom Verein nach dem Telefonat übrigens sofort freigegeben. „Diese Leute lügen nur!“, kommentierte der Angeklagte, das habe er nie gesagt. Daher auch die Forderung an den Richter: „Ich will einen Freispruch!“ Doch daraus wird nichts: drei Monate Haft auf Bewährung, nicht rechtskräftig. „Das ist für mich wie Gefängnis“, ätzte der Angeklagte. Andere hätten sich für diese Strafe wohl herzlich beim Richter bedankt...

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