Di, 21. Mai 2019
04.05.2019 13:30

Pioniere in Österreich

Grazer Unis sind Feuer und Flamme fürs Löschen

Premiere an den beiden größten steirischen Hochschulen: Der Samstag ist der erste Florianitag für die neu gegründeten Feuerwehren der Universität Graz und der TU - sie sind die ersten ihrer Art in Österreich. Vor allem die Forschung steht im Fokus, von den Erkenntnissen sollen alle weiß-grünen Feuerwehren profitieren.

Genau zehn Jahre ist es her, dass die Universität Graz wahre Pionierarbeit leistete: Als erste Hochschule des Landes gründete sie eine eigene Betriebsfeuerwehr. Herbert Posch aus Haselsdorf-Tobelbad, Mitarbeiter in der Direktion für Ressourcen und Planung, war von Anfang an ihr Kommandant. 2018 absolvierte man neun technische Einsätze, dazu gab es 25 Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen oder heiklen Arbeiten an den Gebäuden.

Seit einer Gesetzesänderung können nun Freiwillige Uni-Feuerwehren gegründet werden - im November erfolgte die Neugründung, die Mitgliederzahl erhöhte sich auf 27. Was ist der Unterschied? Der Fokus auf Forschung: „Chemie, Strahlenschutz, Psychologie“, nennt Posch einige Schwerpunkte.

Dazu kommen etwa die Gefährdung durch instabile Hänge und die Verunreinigung von Boden, Luft und Wasser nach Katastrophen. Das gewonnene Wissen wird geteilt, so sollen alle Freiwilligen Feuerwehren davon profitieren, betont Posch.

Bunt gemischte Truppe an der TU
Es gibt österreichweit nur eine zweite Uni-Feuerwehr - jene der TU Graz. Sie wurde im Juni gegründet und hat derzeit 45 Mitglieder. „Wir sind bunt gemischt: Bedienstete, Lehrende, Studierende, Absolventen“, erzählt Petra Rautnig. Die gebürtige Villacherin studiert Biotechnologie und ist die Stellvertreterin des Kommandanten, Rektor Harald Kainz.

Für Feuerwehren wird es immer anspruchsvoller, mit der technischen Entwicklung mitzuhalten - die TU will unterstützen. Ein konkretes Projekt wird bereits mit dem Verband Graz-Umgebung umgesetzt: Es geht um die Lagebeurteilung mittels Drohnen. Sensoren und Software wurden dabei von Vizerektor Horst Bischof implementiert.

Die TU-Feuerwehr erhält bald das erste Mannschaftstransportfahrzeug. An der Uni Graz haben die Kameraden andere Fortbewegungsmittel: E-Bikes. Posch: „Mit ihnen sind wir am schnellsten am Campus unterwegs.“

Jakob Traby
Jakob Traby

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