16.03.2019 09:33 |

V10-Motor an Bord

Verrückter Supersportler mit 800 PS und Lenkstange

Wie fühlt sich das wohl an? Sturzflug? Freier Fall? Oder noch ärger? Aus der Slowakei stammt das wohl verrückteste Quad der Welt, wenn man das so nennen kann. Jedenfalls ist es ein Supersportwagen, der einen Motorradsattel und einen Lenker hat. Und einen 800 PS starken 5,2-Liter-Biturbo-V10!

Es wird zwar nicht offiziell bestätigt, aber vermutlich stammt das Triebwerk ursprünglich aus dem Lamborghini Huracan bzw. dem Audi R8. Sonst fällt uns kein Hersteller ein, der einen Motor dieses Formats im Angebot hat. Zwei Turbolader dran - fertig ist das 800-PS-Monster!

Diese Power trifft dank jeder Menge Carbon auf eine Fahrzeugmasse von gerade mal 800 Kilogramm, das Leistungsgewicht ist also 1:1, was nur von einer Handvoll Hypersportwagen oder Supersportmotorrädern erreicht wird. Die versprochenen Fahrleistungen rutscht einem erst einmal das Herz in die Hose: In 2,5 Sekunden soll Tempo 100 erreicht sein, als Höchstgeschwindigkeit stehen 350 km/h im Datenblatt.

Bei diesem Tempo werden der Fahrer sowie der hinter ihm sitzende Beifahrer nicht einmal von einem Windschild oder einer Windschutzscheibe geschützt. Wobei: Die spannendste Frage ist sicher, wie hier man schnelle Kurven überstehen soll. Ein Motorrad legt sich samt Fahrer in die Kurve, wodurch dieser nicht nach außen herunterfällt. Das Engler F.F. Superquad bleibt wie ein Auto aufrecht, das heißt es drückt den Fahrer vehement nach außen.

Angeblich ist eine Art Rückhaltesystem geplant, das an Serienfahrzeugen montiert werden soll. Auch der Lenker, der hier arg mopedmäßig aussieht, wird noch geändert. Armaturen wären auch von Vorteil.

Der Typ, der hinter diesem abgefahrenen Gefährt steckt, heißt Victor Engler und hat es mit seiner Firma Engler Automotive Limited auf die Räder gestellt. Als einzigartigen Prototypen, dem 300 „Serienfahrzeuge“ folgen sollen. Wobei das eher theoretisch ist bei einem Fahrzeug zum phantastischen Preis von rund 400.000 Euro und geringem Nutzwert.

Immerhin hat es zu einem Stand auf dem Genfer Autosalon 2019 gereicht. Ob das Engler-Quad jemals auf öffentlichen Straßen auftauchen wird, darf bezweifelt werden. Jedenfalls in Europa.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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