09.03.2019 07:00 |

Fiese Betrugsmasche

Vorsicht! Erpresser-Mails als schlüpfrige Sexfalle

Gehackt, gefilmt, erpresst: Eine fiese Betrugs-Masche treibt derzeit vielen Tirolern wahrlich Schweißperlen auf die Stirn! Ganoven gaukeln den Opfern vor, dass sie die Herrschaft über deren Webcams erlangt und schlüpfrige Sex-Videos angefertigt hätten. Die Polizei warnt: „Alles Fake, nicht auf Forderungen eingehen!“

„Das letzte Mal, als Sie eine pornografische Website mit Teenagern besucht haben, haben Sie eine Software heruntergeladen und installiert, die ich entwickelt habe. Mein Programm hat Ihre Kamera eingeschaltet und den Prozess Ihrer Masturbation aufgezeichnet. Ich gebe Ihnen noch genau 72 Stunden, um die Zahlung zu tätigen, bevor ich ein Video mit Ihrer Masturbation an alle Ihre Freunde schicke“

Tiroler sollte über 3000 Euro bezahlen
Dubiose Nachrichten wie diese landen derzeit wieder vermehrt in vielen Tiroler E-Mail-Posteingängen. Hinter den Meldungen stecken fiese Web-Betrüger, die den Adressaten Geld in Form von Bitcoins aus der Tasche ziehen wollen. Im Fall eines Tirolers waren es vor wenigen Tagen 3040 Euro, die er schleunigst überweisen hätte sollen. „Keine Tricks! Vergessen Sie nicht die Scham. Wenn Sie diese Botschaft ignorieren, wird Ihr Leben ruiniert“, so die Erpresser.

Da der „Auserwählte“ jedoch ausschließen konnte, dass ein solch schlüpfriges Sex-Filmchen von ihm existiert, konnte er ohne Furcht die 72-Stunden-Schonfrist verstreichen lassen.

Polizei: „Keinesfalls bezahlen“
Die Masche ist nicht neu und den Experten vom LKA Tirol längst bekannt. „Derartige E-Mails sind seit vergangenem Oktober im Umlauf. Seither gingen bei der Polizei in dieser Sache schon Dutzende Anzeigen ein“, erklärt Hans Peter Seewald, Leiter der Abteilung Kriminalprävention. Meist blieb es beim Erpressungsversuch - es habe aber auch schon den einen oder anderen gegeben, der auf die Forderungen eingegangen ist und bezahlt hat.

Experte Seewald rät davon dringend ab. Es sei alles nur Fake! Derartige Nachrichten sollten einfach ignoriert werden - zur Sicherheit solle man aber trotzdem das Passwort des E-Mail-Accounts ändern.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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