"Der Tierpark ist konkursreif", hatte die "Steirerkrone" Anfang Dezember 2009 als erstes Medium getitelt - und damit einen Stein ins Rollen gebracht: Das Land Steiermark gewährte dem taumelnden "Elfenberg" (im Bild seine prächtigen Bewohner) eine Finanzspritze von stolzen 400.000 Euro, zudem bekundete der bekannte Unternehmer Werner Gröbl sein Interesse für eine Übernahme des Wildparks im Eigentum der Gesellschafter Heinrich Prinz Reuss (51%) und der Mauterner Freizeit Betriebs GmbH (49%).
Mit 31. März wird auch der bisherige Geschäftsführer, Mauterns SPÖ-Bürgermeister Peter Hölzl, den Hut nehmen. Hölzl hatte im November des vergangenen Jahres an Landeshauptmann Franz Voves einen Brief geschrieben - mit der Bitte, das Land möge als Eigentümer einspringen, da es "trotz großer Bemühungen und unter Ausnutzung sämtlicher Sparpotenziale nicht gelungen sei, ein ausgeglichenes wirtschaftliches Ergebnis zu erreichen".
Sparwille wohl doch nicht so eisern
So weit, so gut. Jetzt tauchen aber Unterlagen auf, die nicht viel vom bekundeten eisernen Sparwillen erkennen lassen. Demnach habe sich - trotz bekannter Liquiditätsprobleme des "Elfenbergs" - Peter Hölzl als Geschäftsführer zum Jahres-Bruttosalär noch eine "Erfolgsprämie" genehmigt. In den Jahren 2006/07, 2007/08, 2008/09. Dadurch sei er auf ein Jahres-Entgelt zwischen 61.000 und 68.000 Euro gekommen. Ohne Landeszuschüsse wäre das Betriebsergebnis aber negativ gewesen - und der Ortschef wohl um seine Prämie umgefallen.
Das ist Wasser auf die Mühlen des politischen Gegners, der im Vorfeld der Gemeinderatswahlen schon die Messer wetzt...
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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