01.03.2019 07:39 |

47.900 € erbeutet:

Kellnerin (32) stahl, um ihrem Pferd zu helfen

Über vier Jahre hinweg langte eine Kellnerin immer wieder bei ihrem Arbeitgeber zu und stahl Geld. Die stolze Summe von 47.900 Euro soll dabei herausgekommen sein. Die Steirerin (32) gab alles reumütig zu. Das Geld benötigte sie für Spenden an den Tierschutz und um ihr krankes Pferd behandeln lassen zu können.

In einem Kuvert in ihrer Handtasche verstaute die bekannte Gastronomin stets die Tageslosung und stellte sie in ihrem Büro neben dem Schreibtisch ab. Die engsten Mitarbeiter hatten Zugang zu dem Raum im Familienbetrieb. 2010 fiel der Geschäftsfrau zum ersten Mal auf, dass Geld fehlte, erzählt sie Strafrichter Martin Wolf. Im Jahr 2018 wurde schließlich eine Videokamera installiert. Und tatsächlich – eine vertraute Mitarbeiterin und Freundin der Familie wurde dabei erwischt, wie sie 500 Euro aus dem Kuvert nahm. „Meine Mandantin bereut ihre Taten zutiefst“, ergreift Verteidiger Raimund Hofmann das Wort. 3000 Euro hat die Angeklagte bereits zurückbezahlt, im Gerichtssaal übergibt sie der Geschädigten noch einmal 10.000 Euro.

„Pferd war schwer krank“
„Mein Pferd war sehr krank, ich brauchte das Geld für den Tierarzt. Außerdem habe ich immer wieder Geld an den Tierschutz gespendet. Ich wollte Gutes tun, habe nicht im Luxus gelebt“, betont die 32-Jährige. Anfangs erbeutete sie nur geringe Bargeldbeträge. „Dann hab’ ich aber gesehen, dass offenbar niemand bemerkt hat, was ich gemacht habe. Mit der Zeit sind die Geldbeträge immer höher geworden.“

„Der größte Fehler meines Lebens!“
Auch jetzt arbeitet die 32-Jährige wieder als Kellnerin und hat somit Zugang zur Kassa ihres Arbeitgebers. „Ist da die Versuchung nicht groß, wieder Tieren helfen zu wollen?“, fragt Richter Martin Wolf. – „Nein, ich bin kein einziges Mal mehr in Versuchung geraten. Ich möchte mich für alles, was ich getan habe, entschuldigen. Das war der größte Fehler meines Lebens!“

Für ihren größten Fehler im Leben verurteilt sie Herr Rat zu 18 Monaten bedingter Haft. Und er stellt sofort klar: „Sollten Sie noch einmal auch nur einen einzigen Euro stehlen, dann sitzen Sie zu eintausend Prozent im Gefängnis!“ Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Monika Krisper
Monika Krisper

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Schwere Verletzungen
Dresden-Fan stürzt in Darmstadt-Arena in die Tiefe
Fußball International
Linzer „Krone“-Fest
Rocklegenden Status Quo bringen Linz zum Beben
Oberösterreich
3:1 nach 0:1
Borussia Dortmund dreht Partie beim 1. FC Köln!
Fußball International
2.-Liga-Überraschung
2:1! GAK stutzt Rieder „Wikingern“ die Hörner
Fußball National
200 Jobs betroffen
Tochterfirma insolvent: HTI-Konzern in Gefahr
Oberösterreich
„Krone“ dankt Helfern
„Ihr macht diese Welt um ein Stück besser!“
Steiermark
Verbal verunglimpft
Larsson trat zum 2. Mal bei Helsingborg zurück!
Fußball International
Steiermark Wetter
18° / 24°
leichter Regen
18° / 25°
einzelne Regenschauer
18° / 24°
leichter Regen
19° / 29°
einzelne Regenschauer
16° / 26°
einzelne Regenschauer

Newsletter