VSV – Linz 4:3 nach Verlängerung. "Oh, wie ist das schön!", hämmerte es nach dem "Golden Goal" aus den Boxen. Die Villacher Fans waren nicht mehr zu bremsen, sangen sich auf den Tribünen die Kehlen heiser. Zweimal mussten die Adler aus der Kabine. Und im Mittelpunkt stand immer Günther Lanzinger.
Der blond gefärbte Oldie schoss VSV mit dem 3:3 (55.) in die Verlängerung. Dort traf der 38-Jährige nach 5:43-Minuten dann auch noch zum Sieg. Im Play-off gibt’s ja kein Penaltyschießen mehr, wird bis zum entscheidenden Tor gespielt. "ott sei Dank haben wir uns im Schlussdrittel doch noch erfangen, davor hatten wir wirklich nicht gut gespielt. Aber jetzt fängt alles wieder bei Null an" strahlte Lanzinger.
"Schön, dass es ein Happy End gegeben hat"
Zwei Drittel war Linz klar das bessere Team, machte sogar aus einem 0:1 ein 3:1. Vor allem der "Doppelpack" zum 3:1 binnen 24 Sekunden hemmte die Adler total. Aber Trainer Strömwall weckte in der letzten Pause seine Schlafmützen endgültig auf. Auch weil er die Linien komplett umkrempelte, McLeod sogar auf der Bank sitzen ließ. Im Finish zeigte VSV dann endlich Herz und Kampfgeist. "Das Reden hat nichts genützt, dann musste ich durchgreifen. Schön, dass es ein Happy End gegeben hat", jubelte Strömwall.
KAC – Salzburg 1:3. Dass es beim Meister heuer öfters im Powerplay einschlägt, ist bekannt – dass man in einem Viertelfinale aber gleich zwei Überzahltreffer kassiert, ist Wahnsinn. Leider ist es passiert. Die Rotjacken hielten nur im zweiten Abschnitt mit, der Rest ging an die Bullen. Beim 0:1 war auch Pech dabei. Kirisits konnte Koch und Welser nicht blockieren, auch der Schiri verhinderte zweimal, dass der Puck aus dem Abwehrdrittel springen konnte – so drückte Lynch ab (16.).
Doch damit wurde KAC erst aufgeweckt. Das zweite Drittel gehörte klar dem Meister, der kleine Schneider explodierte, die Geier-Zwillinge fighteten wie Kampfhunde, Kapitän Brandner fixierte das 1:1. Es war ein Super-Ei von Reinhard Divis. Dennoch machte es viel Spaß, den Rotjacken zuzusehen.
Brander trifft Querlatte
Nach der Pause waren die Klagenfurter vor den Augen von Franz Klammer aber fast abgemeldet – es ging einfach die Kraft aus. Unmittelbar vorm vorentscheidenden 1:2 hatte der Meister Pech, Brandner traf im Powerplay nur die Querlatte (50.).
Dummer Wechselfehler des KAC
Ein paar Sekunden später waren nach einem Wechselfehler plötzlich drei Bullen frei, keiner ging hin – so schoss Latusa locker ein. Das Tor war nicht verschoben, nach langem Videostudium wurde es gegeben. Das 3:1 von Koch war nur noch die Draufgabe.
von Albert Kurka, Christian Tragner und Fritz Rauter ("Kärntner Krone"
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