Milchbauern am Ende

Preise fallen wieder – und Kampfeslust weicht Resignation

Steiermark
24.02.2010 17:25
Die heimischen Milchbauern taumeln zwischen Hoffnung und Resignation: Seit dem Tiefpunkt im Vorjahr haben sich die Erzeugerpreise zwar erholt, der Ausblick ist aber nicht rosig. Neue Proteste? Eher nein. Bei den Landwirten scheint die Luft draußen. Läppische 32,4 Cent: So viel - oder besser: so wenig - erhält ein steirischer Bauer derzeit im Schnitt für einen Liter Milch.

"Das ist weit entfernt von den wirklich guten Erzeugerpreisen", weiß Kammerpräsident Gerhard Wlodkowski, und es könnte noch schlimmer kommen: "Ab Anfang April wird die Tendenz wieder bergab gehen", prophezeit Herbert Kammerhofer von der "Rebellengruppe" IG-Milch.

Grund: Die Handelsketten senken die Preise für Butter und Käse massiv, zudem will die EU bald ihre im Vorjahr angelegten Interventionslager öffnen. Werden die Bauern wie im Vorjahr auf die Straße gehen und protestieren? Kammerhofer ist skeptisch: "Leider ist teilweise Resignation eingetreten." Kampfeslust, ade!

EU-Geld kommt Ende Juni
Auch auf das von der EU zusätzlich aufgestellte Geld (insgesamt 280 Millionen Euro) heißt es bis Ende Juni warten. Wlodkowski: "Etwa 900.000 Euro entfallen auf steirische Landwirte." Für die Milchbauern wird also noch länger keine Sonne scheinen...

von Jakob Traby, "Steirerkrone"

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Steiermark
24.02.2010 17:25
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Steiermark
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt