Laut einer Information, welche die Tiroler Landesbank an ihre Kunden jüngst verschickte, werden die Kontoführungsgebühren ab 1. April von 2,50 auf 4,50 Euro erhöht. Sollte von den Adressaten bis 31. März dagegen kein Widerspruch eingelegt werden, gilt das Schweigen als Zustimmung.
Eine Mitteilung, die nicht wenige Kunden schwer verärgert. "Dass ausgerechnet unsere Landesbank wieder die Kleinen schröpft, ist ein Skandal", lautet der Tenor vieler Beschwerdeführer.
Auch Fritz Dinkhauser, Chef des Bürgerforums Tirol, fehlt jegliches Verständnis für diese Vorgangsweise: "Das Signal ist fatal. Die Landesbank hat ihren Abgang wöchentlich erhöht, von 20 Millionen Euro auf bis jetzt 71 Millionen. Das Ende ist noch nicht abzusehen. Dafür erhöht sie die Kontogebühren für die vielen tausenden kleinen Kontoinhaber um 80 Prozent! Die Großen verspielen das Geld, die Kleinen werden gerupft. Diese Erhöhung ist ein Skandal, unmoralisch und purer Wucher."
LH Platter soll die Fakten offen auf den Tisch legen
Dinkhauser beklagt sich auch darüber, dass der Tiroler Landtag bis heute den offensichtlich sehr kritischen Bericht der Nationalbank noch immer nicht zu sehen bekam. Er werde den Verdacht nicht los, dass wieder einmal etwas unter den Tisch gekehrt werden soll: "Es handelt sich um unsere Landesbank und wir als Kontrollpartei erwarten von Landeshauptmann Günther Platter, dass er die Fakten offen auf den Tisch legt. Der Abgang des Hypo-Chefs Hannes Gruber hat gezeigt, dass der Hut brennt. Wir erwarten, dass sämtliche Vorgänge rund um die Bank mit allen politischen Fraktionen abgeredet werden, wie es uns auch zugesichert wurde."
von Werner Kriess, Tiroler Krone
Symbolbild
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