Im Dezember des Jahres 2001 hatten sich nämlich ein 16- und ein 17-jähriger Osttiroler gemeinsam in einem Waldstück nahe Tristach erhängt. Die Jugendlichen hatten einer Skinhead-Gruppe angehört. Unmittelbar vor ihrem Freitod haben sich die Burschen noch Hakenkreuze auf die Stirn gemalt. Beide wären im Jänner 2002 zum wiederholten Male wegen Wiederbetätigung vor dem Richter gestanden.
Den tragischen Freitod der beiden jungen Burschen missbraucht jetzt eine rechtsextreme Gruppe, um wieder ein Hetzkampagne zu starten: Sie erinnert an den Vorfall und macht unter anderem die Gerichte für den Tod verantwortlich. Außerdem verweist das Flugblatt auf den kommenden Prozess gegen den Lienzer.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Wilfried Siegele: "Ja, es geht um Wiederbetätigung, aber es steht nur ein Osttiroler vor dem Richter." Vom Inhalt der Massensendung weiß er nichts: "Nur, dass sich der Herausgeber dem Vernehmen nach genau mit dem Postgesetz auszukennen scheint; sonst wäre sie ja nicht verteilt worden."
von Serina Babka, Tiroler Krone
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.