Die Auflagen seien sehr streng, sagte Rechtsanwalt Engelhart. Erste Maßnahme: Schließung von zehn der 23 Filialen und Auflösung der Dienstverhältnisse von 450 Mitarbeitern. Zur Kündigung beim AMS sind bereits alle 1.160 Cosmos-Mitarbeiter angemeldet worden. Vorerst geht es um die Sicherung der verbleibenden Filialen und Aufrechterhaltung des Warenflusses (auf Eigentumsvorbehalt).
Bestätigt hat der Masseverwalter, dass mit drei bis vier Interessenten gesprochen werde. "Es meldet sich aber immer wieder jemand." Zuvor hatte sich das Cosmos-Management in einer ersten Reaktion überzeugt gezeigt, dass das Unternehmen leicht zu retten gewesen wäre. Angaben des Unternehmens zufolge laufen noch intensive Verhandlungen mit verschiedenen Investoren, diese haben jedoch nur einen erheblich reduzierten Teil der Cosmos-Kette ins Auge gefasst.
Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet
"Der Konkurs ist kein Nachteil für Investoren und eine Auffanglösung, weil hiermit alle Altlasten zur Gänze bereinigt sind und ein wirklicher Neustart erfolgen kann", sagte die Cosmos-Geschäftsführung. Es gäbe also Hoffnung - zumindest für einen Teil der Beschäftigten.
"Die laufenden Meldungen - nicht nur in den Medien - wegen des Scheiterns des Ausgleichs haben Lieferanten so verunsichert, dass die Warenversorgung so schlecht wurde, dass keine ausreichenden Umsätze mehr erzielt werden konnten. Somit fehlen vernünftige Spannen, die den Fortbestand im Ausgleich gerechtfertigt hätten. Schade um Cosmos, das Unternehmen wäre leicht zu retten gewesen. Ein praktisch entschuldetes Unternehmen muss jetzt wegen fehlender Warenversorgung in den Konkurs", heißt es in einer Mitteilung der Gschäftsführung.
WKÖ arbeitet an Auffanglösung für Lehrlinge
Vor dem Hintergrund der Insolvenz arbeitet das Bundesgremium des Elektrohandels in der Wirtschaftskammer Österreich nun an einer Auffanglösung für die rund 40 bei Cosmos beschäftigten Lehrlinge.
Für Konsumenten wird eine Lösung für Gewährleistungsansprüche gesucht. "Konsumenten, die in den letzten Monaten Geräte gekauft haben, haben ja keine Möglichkeit mehr, die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche bei Cosmos geltend zu machen. Hier arbeiten wir - gemeinsam mit den Herstellern - an einer Lösung, dass diese, soweit diese über eine Niederlassung in Österreich verfügen, bei Problemfällen im Rahmen der Garantie einspringen", so Wolfgang Krejcik, Obmann des Bundesgremiums, in einer Aussendung.
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