31.01.2019 15:15 |

Wild in Not

Jäger machen Front gegen die Bundesforste

Salzburgs Jäger trafen sich Mittwochabend in Stegenwald. Der Haussegen mit den Bundesforsten hängt schief. Der harte Winter fordert beim Wild Tribut. Rücksichtslose Wintersportler pfeifen auf Ruhezonen des Wildes.

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„Wir wollen nicht Zustände wie in Bayern“, sagt Landesjägermeister Max Mayr Melnhof. Dort hatte der nunmehrige Chef der Österreichischen Bundesforste Rudolf Freidhager ja den Nutzen des Holzes über das Wohl der Tiere gestellt (Wald statt Wild). Sein Vertrag läuft noch bis April 2020. Max Mayr Melnhof: „Alle Landesjägermeister sind unzufrieden mit der momentanen Situation, ich habe Herrn Freidhager bereits einmal zum Rücktritt aufgefordert.“

Bundesforste-Chef zum Rücktritt aufgefordert
Im Pinzgau, wo Jäger das Gemetzel von Füchsen an hungernden Rehen vor einer leeren Futterkrippe dokumentiert haben, befürchtet man viele tote Tiere, die erst nach Rückgang der Schneemassen sichtbar werden.

Für Empörung unter den Jägern sorgt auch ein Posting im Internet: „F...k the rules“, postete da ein Skifahrer neben Verbotstafeln.

Jäger Max Kamolz: „Es macht ja Sinn, dass jagdfremde Personen Ansitze oder Fütterungen nicht betreten dürfen und bei Rotwildfutterplätzen einen 200-Meter-Abstand einhalten sollen.“ Wer sich nicht um Verbotsschilder schert und ertappt wird, riskiert bis zu 3000 Euro Strafe.

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber
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