03.01.2019 15:16 |

Chromecasts gehackt

Hacker lassen „Pewdiepie“ fremde TVs heimsuchen

Unter den 79 Millionen Fans des auf YouTube äußerst beliebten Gaming-Influencers Felix „Pewdiepie“ Kjellberg scheint es talentierte Hacker zu geben. In einer neuen Kampagne ist es ihnen gelungen, weltweit Tausende Chromecast-Streaming-Sticks von Google unter ihre Kontrolle zu bringen und ihr Idol ungefragt auf fremden Fernsehern zu präsentieren.

Zwei „Pewdiepie“-Fans und Hacker mit den Pseudonymen HackerGiraffe und j3ws3r brüsten sich auf einer eigenen Website damit, bei ihrer Attacke 3000 Chromecasts unter ihre Kontrolle gebracht und deren Besitzern ungefragt ihr Idol gezeigt zu haben.

Google bestätigt Chromecast-Probleme
Ob die Zahl stimmt, ist unklar. Laut einem Bericht des IT-Portals „The Verge“ hat Google aber bestätigt, dass Chromecast-Nutzer sich in jüngster Zeit vermehrt über mysteriöse Bilder beklagt hätten, die ohne ihr Zutun auf ihren Fernsehern aufgetaucht seien.

Möglich wird der Hack laut „The Verge“ durch unsichere Router. Wer den Zugriff auf sein Netzwerk aus dem Internet zulässt und am Router das Protokoll Universal Plug and Play (UPNP) eingeschaltet hat, muss damit rechnen, dass sein Chromecast gekapert wird.

Hacker wollen User angeblich nur warnen
Tatsächlich handle es sich bei der Kampagne um eine Warnung für Chromecast-Nutzer, die ihre Geräte ungeschützt dem Zugriff von außen aussetzen, beteuern die Hacker. „Wir wollen Ihnen helfen und gleichzeitig unserem Lieblings-YouTuber“, richten sie Betroffenen aus. „Wir versuchen, euch über diese Schwachstelle zu informieren, bevor jemand sie wirklich ausnützt!“

Möglicherweise mit ein Grund für die Kampagne: Kjellberg liefert sich eine Fehde mit einem anderen YouTube-Channel aus Indien, der drauf und dran ist, mehr Abonnenten als der populäre Gaming-YouTuber anzusammeln. Das hatte die beiden Hacker Ende 2018 schon einmal auf die Idee gebracht, ihr Idol auf fremden Geräten auftauchen zu lassen. Damals hatten sie vernetzte Drucker gehackt und „Pewdiepie“-Botschaften damit ausgedruckt. Von einem weiteren im Namen des YouTubers begangenen Hack der US-Zeitung „Wall Street Journal“ distanzieren sie sich aber.

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