Teurer Silvesterspaß:

Verbotene Knaller kosten bis zu 3600 Euro Strafe

Abschießen verboten, in der Hosentasche haben auch! Wer heute mit illegalen Raketen oder Krachern erwischt wird, riskiert bis zu 3600 Euro Strafe oder drei Wochen Knast. Der Polizei-Sprengstoffexperte Karl Rittmannsberger war bei Razzien an der tschechischen Grenze, die für die Exekutive traditionell zum Jahresausklang gehören, mit dabei. Er weiß, dass der Reiz der billigen und stärkeren Kracher ungebrochen ist.

„Krone“: Jedes Jahr das gleiche Spiel und immer wieder gehen Raketen-Schmuggler ins Netz.
Karl Rittmannsberger: Die meisten wissen, was sie riskieren. Solange in Tschechien die Ware um ein Drittel billiger ist und Pyrotechnik, die bei uns nicht zu kriegen ist, offen angeboten wird, wird rübergefahren.

„Krone“: Nimmt der Schmuggel zu?
Rittmannsberger: Im Gegenteil. Viele Käufer fahren während des Jahres, lassen sich die Ware von den Händlern über die Grenze bringen oder bestellen gleich im Internet. Die Postler wissen oft gar nicht, was sie da wirklich zustellen.

„Krone“: Was wird mit der sichergestellten Ware gemacht?
Rittmannsberger: Nach Abschluss des Verfahrens werden sie als verfallen erklärt und entsorgt.

„Krone“: Wer böse denkt, könnte meinen, da gibt’s bei der Polizei das schönste Feuerwerk.
Rittmannsberger: So ist das nicht. Die Raketen und Böller werden bei der Brandverhütungsstelle Oberösterreich verwendet.

„Krone“: Gibt’s in Tschechien auch legales Feuerwerk?
Rittmannsberger: Natürlich. Aber das gibt’s ja auch bei uns zu erschwinglichen Preisen. Und bei der Ware, die bei uns verkauft wird, ist die kontrollierte Herstellung garantiert. Oft ist die sichergestellte Pyrotechnik ja gar nicht zu stark, aber eben ohne CE-Zeichen oder deutsche Beschriftung.

„Krone“: Schießen Sie in der Silvesternacht Raketen ab?
Rittmannsberger: Nein, ich gebe mein Geld lieber für ein schönes Steak aus.

Interview: M. Schütz/Kronen Zeitung

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