Mo, 12. November 2018

Ohne Operation

02.11.2018 06:00

Laser gegen Blasenschwäche

Etwa ein Viertel aller Frauen leidet an Beckenbodenschwäche und damit auch Beschwerden der Blase sowie Einschränkung der Sexualität, was die Lebensqualität natürlich belastet.

Aber nicht nur ältere Frauen werden von Harninkontinenz geplagt, sondern auch jüngere, und zwar nicht selten nach Geburten, was sie aus Scham oft verschweigen. Ein Drittel aller über 45-Jährigen leidet an Stress-Inkontinenz (eingeschränkte Funktion des Verschlussapparates der Harnblase). In den Wechseljahren nehmen auch vaginale Probleme auf Grund des Hormonmangels zu.

„Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine schonende, nicht operative Laserbehandlung die Symptome der Stress-Inkontinenz beheben und zu einer deutlichen Verbesserung der Sexualfunktion sowie der Lebensqualität führen kann. Die Therapie ist schmerzlos, wird ambulant ohne Operation und narbenfrei durchgeführt“, erklärt Dr. med. Birgit Weiss vom Zentrum für Lasermedizin in Salzburg. „Auch postmenopausale Anzeichen wie Brennen, Jucken, vaginale Entzündungen verschwinden mit dieser Spezialbehandlung, weil das überdehnte Gewebe der Muskulatur und des Bindegewebes mittels Laserlicht gestrafft wird.“

Die Therapie erfolgt in ein bis zwei Sitzungen: Über eine kurze vaginale Sonde wird innerhalb von 15 bis 20 Minuten exakt abgestimmte Laserenergie an die Schleimhaut der Scheidenwand, des -Scheideneingangs und der Blasenwand abgegeben. „Dies führt zur Straffung des Vaginalkanals, Stärkung des Beckenbodens und zur Regeneration des Schleimhautgewebes. Der Erfolg ist schon nach wenigen Tagen spürbar und erreicht nach drei bis sechs Monaten seine maximale Ausprägung“, so Dr. Weiss. Im Vorfeld ist eine frauenärztliche Kontrolle zum Ausschluss sonstiger bestehender Erkrankungen bzw. einer Schwangerschaft erforderlich.

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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