"Allzu lange hält es ein leicht bekleideter Mensch bei diesen Temperaturen nicht im Freien aus. Es herrschten etwa minus 8 Grad", so Gerhard Daum von der Bergrettung Zell am Ziller zur "Tiroler Krone". Seine Kollegen wurden Dienstag gegen 18.20 Uhr alarmiert, dass am Hainzenberg eine Person abgestürzt war. Relativ schnell fanden die Einsatzkräfte die 45-Jährige. Sie hat eine Wohnung im Gemeindehaus und hatte sich mit ihrem Hund etwa 400 Meter davon entfernt. Weil der Spaziergang nur kurz dauern sollte, hatte die Frau nur den Bademantel und Filzpantoffeln an, als sie aus ungeklärter Ursache etwa zehn Meter in das steile Waldstück stürzte.
"Die Frau hatte Glück, dass sie nicht noch weiter in die Tiefe gefallen ist", schildert Bergrettungs-Einsatzleiter Benni Bliem. Das Opfer war zwar äußerlich unversehrt, aber unterkühlt. "Allein hätte sie es nicht geschafft, den eisigen Hang hochzusteigen", glaubt Bliem. Lebensrettend war daher das Handy, mit dem die 45-Jährige ihren Sohn alarmieren konnte. Bliem: "Die Unglücksstelle ist von den Häusern etwas entfernt. Es ist fraglich, ob jemand die Hilferufe gehört hätte."
von Andreas Moser, Tiroler Krone
Symbolbild
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