Do, 18. Oktober 2018

Alles neu. Alles gut?

02.10.2018 14:37

Corolla statt Auris: Der soll den Markt aufrollen

Als Toyota auf dem Genfer Autosalon die Studie des Auris-Nachfolgers präsentiert hat, hätte er tatsächlich weiterhin Auris heißen sollen. Doch jetzt, da in Paris das Serienmodell des nicht so ganz glücklichen Kompakten als Fünftürer und Kombi steht, ist es endlich in Blech geprägt: Er wird Corolla heißen. Aber auch sonst ist alles neu.

Wobei: Corolla ist als Name ja nicht neu, sondern alt und war seinerzeit viel erfolgreicher. Die zwölfte Generation soll dem Erfolg in Europa nicht mehr abhold sein (im Rest der Welt hieß der Auris ohnehin Corolla). Neu hingegen ist die Plattform, auf der er steht.

Die heißt Toyota New Global Architecture (TNGA) und ist bereits vom Prius sowie vom Kompakt-SUV C-HR bekannt. Aluminium, hochfeste Stähle und warmgepresste Materialien ermöglichen einen deutlichen Gewichtsverlust. So bringt die Schrägheck-Version mit Hybridantrieb mindestens 1345 kg auf die Waage, der Touring Sports (= Kombi) wiegt nur 25 kg mehr.

Trotzdem ist der kompakte Toyota gewachsen, 4,37 Meter misst der Fünftürer in der Länge, der Kombi kommt auf 4,63 Meter, der Radstand beträgt 2,64 bzw. 2,70 Meter. Breite und Höhe sind mit 1,79 und 1,43 Meter bei beiden Karosserieversionen identisch.

Das Platzangebot ist dennoch nicht berauschend, jedenfalls was die Kopffreiheit auf den Rücksitzen betrifft. Auch beim Kofferraumvolumen würde man sich mehr wünschen als 361 oder 313 Liter beim Schrägkeck. Der Kombi macht seine Sache mit 598/581 Liter besser.

Das Cockpit ist klassisch bis einfallslos und wird von einem massiven, freistehenden Bildschirmaufsatz dominiert. Der hat seitlich des eigentlichen Acht-Zoll-Displays dezidierte Tasten, um die diversen Menüs aufzurufen, die dann per Fingertipp bedient werden. Die Tacho-Armaturen bestehen aus einem Sieben-Zoll-Display, deren Darstellung sich auf einen 3-D-Effekt umschalten lässt.

Beim Fahrwerk sprengt Toyota den Klassenrahmen, eine Mehrlenkerhinterachse ist bei den Kompakten eher ungewöhnlich, soll gleichzeitig Komfort und Handling verbessern. Außerdem wird eine neue Stoßdämpfer-Ventiltechnik eingesetzt, erstmals werden auch adaptiv variable Dämpfer angeboten.

Unter der Haube gibt es weniger Motoren, aber mehr Hybride als früher. Einziger reiner Verbrenner ist ein 1,2-Liter-Benziner. Vor allem will Toyota aber die neuerdings zwei Varianten des Hybridantriebs verkaufen. Der schwächere holt aus 1,8 Liter Hubraum eine Systemleistung von 122 PS (98 PS kommen vom Benziner), der Zweiliter liefert 180 PS (davon 153 PS vom Verbrenner); den Sprint von null auf 100 km/h schafft der eine in zehn, der andere in acht Sekunden.

Der Normverbrauch liegt bei 3,4 l/100 km beim 1,8-Liter-Hybrid, bei 3,8 l/100 km beim stärkeren.

Anfang 2019 kommt der neue Toyota Corolla auf den Markt.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl

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