Schau im Traklhaus:

„Stand Ort Wechsel“

Salzburg
26.09.2018 07:15

Ausstellung beleuchtet die geschichtsträchtigen Gebäude des Freilichtmuseums:

„Schon als ich 2017 als Direktor angetreten bin, war es mein Wunsch, mich auf die Spuren der Gebäude des Freilichtmuseums zu machen. Umso mehr freut es mich, dass dieser jetzt, Dank einer Kooperation mit dem Traklhaus, in Erfüllung geht, und fünf Künstler ihre Geschichten im Rahmen einer Ausstellung erzählen“, betont Michael Weese. „Die Schau ,Stand Ort Wechsel - Häuser im Wandel’ zeigt Künstlerblicke auf die historischen Gebäude, das, was heute dort steht, wo die Häuser waren, und stellt die Nachfahren der ehemaligen Besitzer vor“, beschreibt Dietgard Grimmer.

Dafür haben sich Gertrud Fischbacher, Reinhart Mlineritsch, Andrew Phelps, Rudolf Strobl und Elisabeth Wörndl allerdings auf ganz unterschiedliche Art den Höfen, Scheunen und Häusern genähert. Fischbacher - sie suchte sich einen “Troadkasten„ im Niemandsland zwischen Golling und Kuchl aus - ist durch die Bäuerin des Kellbauernguts, zu dem der Getreidekasten einst gehörte, z.B. auf den sagenumwobenen Rabenstein gestoßen. “Sie hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass er genau auf die einstige Stelle des Troadkasten seinen Schatten wirft. Also habe ich begonnen, den Berg, der in den 1920er Jahren sogar als Touristenattraktion angepriesen wurde, wie auch das Kellbauerngut genauer unter die Lupe zu nehmen.„

Auf die fast in Vergessenheit geratene Mühlenkultur im Lungau ist hingegen Strobl gestoßen. “Ausgehend von der Mühle im Freilichtmuseum habe ich herausgefunden, dass sich in Zederhaus einst 60 befanden. Heute gibt’s noch elf, die jedoch die Besitzer sorgsam erhalten - ein schöner Kontrapunkt zu unserer Wegwerfgesellschaft.„

Zur “Abstellkammer„ wurde der Krallerhof in Saalfelden degradiert, als die Bäurin vor 270 Jahren am Nachbarhof, dem Kollinghof einheiratete. “Obwohl er nur als Lager verwendet wurde, war er gut erhalten und so 1985 abgetragen und im Freilichtmuseum aufgebaut. Der Kollinghof wurde im Laufe der Jahre immer wieder renoviert und ist heute nach wie vor von den Nachfahren bewohnt„, so Mlineritsch, der die drei Generationen, die ihn heute bewohnen, nun mit seiner Kamera eingefangen hat.

Gleich fünf Generationen hausen heute in den Zu- und Neubauten des Taxbauernhofs in B’hofen. “Ich habe mich nicht auf die Spuren des Gebäudes, sondern auf die Geschichten der Menschen begeben, und versuche diese anhand von Alltagsdetails, die ich wie Stillleben inszenierte, den Betrachter mitzuteilen", verrät Phelps.

Die fünfte im Bunde ist Elisabeth Wörndl, die die Historie des Wörndl-Austraghaus in Thalgau, wo sich heute eine Bushaltestelle befindet, an Hand von Fotos und Erzählungen der Altbäuerin illustriert.

Tina Laske
Tina Laske
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