Mi, 24. Oktober 2018

Handelsstreit

18.09.2018 07:23

Apple Watch wird von US-Strafzöllen verschont

US-Präsident Donald Trump hat in seinem bisher größten Schlag im Handelsstreit mit China die Hälfte aller Warenimporte mit Sonderzöllen belegt. Den bisher verhängten Sonderzöllen auf Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar werden am 24. September Zölle auf Waren im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar (171,1 Milliarden Euro) folgen, kündigte die US-Regierung am Montag in Washington an. Die Zölle werden zunächst zehn Prozent betragen, ab Beginn des Jahres 2019 sollen 25 Prozent erhoben werden. Apple-Geräte wie die Watch und die AirPods-Ohrhörer sollen davon ausgenommen werden.

Der kalifornische Konzern hatte vor wenigen Wochen darauf hingewiesen, dass die Zölle auch amerikanische Zulieferer treffen würden. Trump hatte daraufhin Apple zur Vermeidung von Preiserhöhungen zur Verlagerung der Produktion in die USA geraten. „Beginnen Sie jetzt, neue Fabriken zu bauen“, schrieb Trump auf Twitter.

Das wichtigste Produkt von Apple - das ebenfalls in China montierte iPhone - blieb von den bisher angekündigten US-Zöllen unberührt. Angesichts des hohen Anteils von in China produzierten Apple-Geräte hätte der Konzern bei einer Eskalation des Handelskonflikts zwischen Washington und Peking viel zu verlieren. Apple-Chef Tim Cook äußerte zuletzt die Hoffnung, dass sich in dem Streit „kühle Köpfe“ durchsetzen werden.

Begrenzte Vergeltungsmöglichkeiten
Beide Länder haben sich bereits gegenseitig mit Strafzöllen auf Waren im Wert von jeweils rund 50 Milliarden US-Dollar überzogen. Peking hatte bereits angekündigt, im Falle neuer US-Zölle auf Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar zusätzliche Sonderabgaben auf Importe aus den USA im Wert von 60 Milliarden US-Dollar erheben zu wollen.

Die Möglichkeiten Chinas, mit eigenen Strafzöllen auf Importe aus den USA Vergeltung zu üben, sind jedoch begrenzt: Die USA führen lediglich Waren im Wert von 130 Milliarden US-Dollar nach China aus. Beobachter wiesen jedoch daraufhin, dass Peking andere Möglichkeiten habe, um Washington unter Druck zu setzen. So könnte etwa US-Unternehmen wie Starbucks, Apple oder Nike, die seit Jahren enorm von der Konsumlust des Milliardenvolkes profitieren, die Geschäfte in China erschwert werden.

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