Sa, 20. Oktober 2018

Saalfelden:

18.09.2018 07:18

Wünsche zum herzöglichen Jubiläum

Siegfried Herzog liebt und lebt den Schnaps seit nunmehr 20 Jahren: Große Feier am Erbhof Keilbauer

Vier mal Gold als „Brenner des Jahres“ bei der international renommierten Degustation „Destillata“, 19 von 20 Punkten von „Gault Millau“ und 99 von 100 von „Falstaff“ - und das sind nur einige Auszeichnungen, die Siegi Herzog in den letzten 20 Jahren abräumte.

„Ich liebe und lebe den Schnaps, stehe jeden Tag selbst am Brennkessel und begleite so die Frucht bis in die Flasche. Eine Herangehensweise, die anscheinend viele beeindruckt und somit auch meinen Erfolg ausmacht“, betont der Saalfeldner, der zum Schnaps einerseits aus Tradition griff - am 400 Jahre alten Erbhof Keilbauer wird schon seit Generationen gebrannt. In erster Linie aber um den Hof und die Landwirtschaft, die mittlerweile auf Bio umgestellt wurde, auch weiterhin zu betreiben. „Meine Frau Martina, die zuvor in der Gastronomie tätig war, und ich haben 1998 diesen Entschluss gefasst und in unseren ersten 150 Liter fassenden Brennkessel investiert.“

Eine goldrichtige Entscheidung, denn Herzog sahnte nicht nur mit seinem ersten Brand - eine Salzburger Birne - das „Goldene Stamperl“ in Wieselburg ab, sondern hat im Laufe der Jahre auch auf einen 600 Liter Kessel aufgestockt und schenkt nun weltweit jährlich über 50.000 Flaschen aus! Dabei reihen sich neben den 60 verschiedenen Edelbränden, die er sofern es möglich ist aus heimischen Obstsorten produziert (bei Beeren muss er auf die Karpaten ausweichen) auch Wodka und Gin ein.

Auf den Wacholderschnaps ist er aus der Not heraus gestoßen. „Ich war mit meiner Frau in Kroatien auf Urlaub, und nachdem in ganz Istrien kein Gin aufzutreiben war, meinte sie: Dann brenn’ dir eben deinen eigenen.“

Gesagt, getan! Und so findet sich seit 2006 auch der „Hogmoar“ in der Spitzengastronomie auf der Karte sowie in Delikatessengeschäften und natürlich dem eigenen Hofladen in Saalfelden in den Regalen. Dort findet man auch Fruchtaufstriche, kroatisches Olivenöl sowie Käse, den der umtriebige Unternehmer im übrigen auch selbst macht. „Die Käserei ist ein schönes Hobby, das ich nur nebenbei betreibe.“ Klar, sonst würde ihm ja auch keine Zeit für sein nächstes „Baby“ bleiben. „Ich tüftle gerade an einer Bio-Schnaps-Linie, die schon diesen Winter in Wellnesshotels kredenzt wird.“ Bevor er sich dieser wieder widmet, galt es Montag noch sein 20-jähriges Jubiläum zu feiern.

In seiner Brennerei erwiesen ihm Wegbegleiter und Kunde wie Rudi Obauer, Wolfgang Hettegger (Alpendorf Bergbahnen), Michael Sporer, oder die Hoteliers Hans Hettegger & Sepp Altenberger die Ehre und sein Spezl Andreas Mayer verwöhnte ihm mit seiner Leibspeis Rindsbackerl und Thunfisch.

Um seine Nachfolger braucht sich Herzog nicht sorgen. Sohn Florian tritt bereits jetzt in seine Fußstapfen und hilft ihm in den Ferien eifrig beim einmaischen, und Tochter Elisabeth will die HTL für Elektrotechnik besuchen, um die Geräte in Schuss zu halten bzw. sieht sie sich schon hinter der Verkaufsbude.

Tina Laske
Tina Laske

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