Urlauber vermisst

Suchaktion unter großer Gefahr bisher erfolglos

Tirol
23.12.2009 11:50
Seit Dienstagvormittag ist ein deutscher Schneeschuhwanderer in den Stubaier Alpen abgängig. Der Urlaubsgast verließ sein Quartier in Obernberg am Brenner gegen 10 Uhr Vormittag und sagte seiner Wirtin, dass er auf den Muttenkopf wandern wollte. Um 22.50 Uhr war der 40-Jährige aber noch immer nicht zurück. Die Wirtin Schlug deshalb Alarm und löste eine großangelegte Suche aus.

Die Bergrettung Gries am Brenner übernahm den Einsatz und suchte nach dem Deutschen. Die Polizei fand in der Zwischenzeit heraus, dass ein Kellner des Gasthofes am gleichen Tag Richtung Röthenspitz ging und er gegen 11 Uhr noch Spuren sah, die auf den Muttenkopf führten. Weil sie noch frisch waren und der Wind alle anderen Spuren verblasen hatte, gehen die Einsatztrupps davon aus, dass die Schuhabdrucke auch tatsächlich von dem Vermissten stammen.

Eine Nachschau im Zimmer des 40-Jährigen ergab, dass er in der Zwischenzeit auch nicht unbemerkt zurückgekehrt sein kann. Zudem zeigte das vorhandene Kartenmaterial, dass er sich gut auf seine Tour vorbereitet und die Aufstiegsroute sorgfältig geplant haben muss.

Suchaktion abgebrochen: Gefahr zu hoch
Bis um drei Uhr in der Nacht suchte die Bergrettung Gries unter größtmöglichen Einsatz nach dem Verschollenen. Die Bedingungen waren widrig: Der starke Schneefall, rund 30 cm Neuschnee und die damit verbundene Lawinengefahr zwangen die Helfer schließlich dazu, die Suchaktion noch in der Nacht abzubrechen. Seit Mittwochvormittag wird die Suche jedoch fortgesetzt.

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