Mi, 21. November 2018

Mobiler Generator

07.09.2018 06:35

Höhenluft vom Boden aus schnuppern

2002 und ’03 gewann er die Österreich Radrundfahrt. 2005 holte er den österreichischen Staatsmeistertitel. Nun schlägt sein Herz für die Forschung. Der einstige Radsport-Profi Gerrit Glomser setzt zur Steigerung der Leistungsfähigkeit nämlich auf ein spezielles Höhentraining. Der „Krone“ erzählt er, was dahinter steckt.

„Für einen Profi-Radrennfahrer ist ein Höhentraining unumgänglich und heute noch ein größeres Thema als früher“, erklärt Gerrit Glomser die Technik. „Ein Generator entzieht aus der Umgebungsluft Sauerstoff, um Höhe zu simulieren. Das Gasgemisch kann zu Hause selbst zusammen gestellt werden.“

Einem einzigen Generator gelingt es, 6500 Meter  zu simulieren. Dazu  braucht es einen geschlossenen Ort, in den das Gasgemisch über einen Schlauch hineingeleitet  wird. „Der kleinstmögliche Raum ist eine Maske, gefolgt von einem Zelt bis hin zu einem  Büro “, beschreibt der Chef des Unternehmens „Gairrit“.  Ein kleiner mobiler Generator schafft es maximal, ein Zelt zu füllen.

Diplomarbeit über mobilen Höhengenerator

Hoch hinaus will auch Studentin Daniela Deutinger. In ihrem Diplomarbeits-Projekt beschäftigt sie sich mit dem intelligenten Höhengenerator. Sowohl Auftraggeber Gerrit Glomser als auch die Firma „Sigmatek“ mit Sitz in Lamprechtshausen standen der FH-Studentin (Fachbereich Mechatronik, Informationstechnik & System-Management) mit Rat und Tat zur Seite. Im ersten Schritt wurde ein Prototyp entwickelt, der die nötigen Vorgänge zur Simulation der Höhenluft veranschaulicht.

An Vollautomatisierung wird eifrig gearbeitet

„Mein Ziel ist es, dass die Gerätschaften die Höhe voll automatisch auf die Anwenderziele regeln. Bislang müssen die Geräte noch selbst bedient werden“, sagt der Radsport-Profi. Der Organismus soll also in der Höhe genauso ökonomisch arbeiten als im Tal.

Was möglich ist mit Höhensimulation in den eigenen vier  Wänden ist die Vorakklimatisation, so dass der höchste Berg der Welt - der Mount Everest -  nun in nur 21 Tagen bezwungen werden kann. Alpinisten verbringen allerdings ursprünglich 60 Tage in der Region.

Übrigens: Auch im medizinischen Bereich können diese Sauerstoffkonzentratoren zum Einsatz kommen, etwa bei der Reha oder  Behandlung von chronischen Lungenschäden.

Sandra Aigner
Sandra Aigner

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