Nach internen Querelen

Sieben FPÖ-Politiker treten geschlossen zurück

Oberösterreich
05.09.2018 09:00

Paukenschlag in St. Lorenz. Nach dem Prüfungsausschuss legten sechs Gemeinderäte und der einzige Ersatzmandatar der FPÖ nach internen Querelen ihr Amt nieder. Sie haben sich mit ihrem Parteikollegen Harald Kohlberger verworfen. Dieser bleibt nun bis 2021 einziger Freiheitlicher im Ortsparlament.

Seit Wochen flogen in der FPÖ-Fraktion in St. Lorenz die Fetzen.   Für kommende Woche war ein Krisengespräch mit der Bezirksparteispitze geplant. Daraus wird aber nichts. Nach der jüngsten Sitzung des Prüfungsausschusses traten die Gemeinderäte Thomas Herbst, Gottfried Kilzer, Johannes Eder, Philipp Heiser, Matthias Stabauer, Stefan Pachler und ihr einziger Ersatz Josef Schruckmayr zurück.

Bezirkschef wollte Streit schlichten
 „Die interne Kommunikation hat nicht mehr gepasst. Den sehr, sehr korrekten Stil von Harald Kohlberger als Prüfungsausschussobmann haben die Kollegen nicht immer positiv gesehen. Die Zwietracht wurde aber auch von außen gesät“, knirscht Bezirksparteichef Rudolf Kroiß.

Johannes Eder, Philipp Heiser, Thomas Herbst (v.l.). (Bild: FPÖ Bezirk Vöcklabruck)
Johannes Eder, Philipp Heiser, Thomas Herbst (v.l.).

Sechs Sessel bleiben leer
 Die Blauen werden die sechs Abgänge im Gemeinderat nicht nachbesetzen können. Weil vor der Wahl eben nur ein Ersatzmitglied nominiert worden ist.  Nachnennungen sind nicht erlaubt. Und ein Rücktritt vom Rücktritt ist rechtlich auch nicht mehr möglich.

Gottfried Kilzer, Stefan Pachler, Matthias Stabauer (v.l.). (Bild: FPÖ Bezirk Vöcklabruck)
Gottfried Kilzer, Stefan Pachler, Matthias Stabauer (v.l.).

Einzelkämpfer legte sich mit ÖVP an
 Somit bleibt Kohlberger für die kommenden drei Jahre der einzige Freiheitliche im Gemeinderat.  Als Prüfungsausschussobmann hatte er den ehemaligen VP-Ortschef Johannes Gaderer wegen Amtsmissbrauch und Untreue angezeigt. Dieser trat im Jänner zurück. Vor der Neuwahl im Juni warf Kohlberger dem jetzigen VP-Bürgermeister Andreas Hammerl vor, dass dessen Familie ein Grundstück zu teuer an die Gemeinde verkauft haben soll.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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