Mit einer Puppe und einer Messer-Attrappe stellten die drei Türken (für sie gilt die Unschuldsvermutung) nach, was sich in der Nacht zum 18. November vor einem Lokal in der Villacher Lederergasse abgespielt hatte. Zwei der Verdächtigen sollen den Koch festgehalten haben, der Dritte habe dann zehn Mal zugestochen – die Tatwaffe wurde angeblich in der Drau "entsorgt".
"Große emotionale Szenen"
"Bei der Tatrekonstruktion kam es zu großen emotionalen Szenen seitens der Familienangehörigen. Viele verschiedene Ideologien trafen aufeinander. Wir mussten größte Sicherheitsmaßnahmen treffen", schildert ein Ermittler. Denn der Mord dürfte ja der Höhepunkt einer schon länger schwelenden Famlienfehde rund um die türkische Ex-Frau des Serben gewesen sein. Die Lederergasse wurde von den Beamten während der Aktion abgeriegelt.
"Die Beschuldigten hatten die Möglichkeit, die Tat aus ihrer Sicht darzustellen", erklärt Staatsanwaltschafts-Sprecher Helmut Jaming.
Anders als bisher vermutet, dürfte ein Passant die grausame Bluttat – der mit dem Tod ringende Serbe schleppte sich noch 120 Meter weit bis in die Gerbergasse – beobachtet haben. "Auch der Zeuge hat dargestellt, was er gesehen hat", so Jamnig. Die Ermittlungen zu diesem Fall sind noch nicht abgeschlossen.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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