Sensation an der TU

Wunderkind schließt mit 17 sein Studium erfolgreich ab

Wien
10.12.2009 17:14
In einem Alter, in dem andere noch die Schulbank drücken oder erste Erfahrungen mit Lehre und Beruf machen, hat ein 17-Jähriger einen Uni-Abschluss in der Tasche. Mit 13 Jahren durfte Marian Kogler seine Karriere als Student starten. Betreut von der Technischen Uni in Wien, konnte der Vollblut-Informatiker jetzt sein Masterstudium erfolgreich absolvieren. Der Hochbegabte aus Liesing ist ab sofort Österreichs jüngster Diplomingenieur.

Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten wurden bereits früh erkannt: Bei einer Fernsehsendung über hochbegabte Kinder entdeckten seine Eltern - der Vater ist Schriftsteller, die Mutter Verwaltungsangestellte in einem Krankenhaus - viele Parallelen zu ihrem Sohn. Ein IQ-Test im Alter von drei Jahren habe die Vermutung bestätigt, hieß es. Der Sohn konnte mit zweieinhalb Jahren schon lesen, ab drei schreiben und bereits dreistellige Zahlen addieren und subtrahieren.

Mit acht Jahren am Gymnasium
Der Hochbegabte wurde mit fünf Jahren eingeschult und übersprang die dritte Klasse. Im Alter von acht Jahren war Kogler schon am Gymnasium, wo er ebenfalls die dritte Klasse überging. Schon damals nahm er an Schulstunden der oberen Jahrgänge teil, so etwa in der zweiten Klasse am Informatikunterricht der sechsten Klasse.

Nachdem sein damaliger Klassenvorstand festgestellt hatte, dass sich der junge Mann öfters langweilte, machte er ihn auf das Programm "SchülerInnen an die Uni" aufmerksam. Beim Österreichischen Zentrum für Begabtenförderung und -forschung (ÖZBF) sah man allerdings noch rechtliche Hürden für den Besuch einer Uni. Kogler wandte sich selbst an das Rektorat der TU Wien. Nach einer Prüfung startete der 13-Jährige seine akademische Karriere als außerordentlicher Student an der TU Wien.

Neben dem Informatik-Bachelor belegte Kogler auch noch "Mathematik in den Computerwissenschaften" an der TU und "Sprachwissenschaften" an der Universität Wien. Der Hochbegabte erledigte in zwei Jahren Parallelbetrieb Matura und Studium. Nur ein Jahr nach Schulabschluss war das Bachelorstudium in Mindestzeit erledigt. Im Hauptstudium entschied er sich für die Informatik. Was nach dem Masterstudium kommt, ist laut Technischer Universität noch nicht genauer geplant.

"Ein echter Vollblut-Informatiker" 
Koglers Professor Gerald Futschek vom TU-Institut für Softwaretechnik und interaktive Systeme, Mentor des Ausnahmetalents und Betreuer seiner Bachelorarbeit, war von der raschen Aufnahmefähigkeit, dem umfassenden Verständnis und der unglaublichen Eigeninitiative seines Mentee beeindruckt. Er sei "ein echter Vollblut-Informatiker". Der Vizerektor für Lehre der TU Wien, Adalbert Prechtl, sieht in Kogler "ein leuchtendes Beispiel".

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