Mo, 22. Oktober 2018

„Druck in der Arbeit“

01.08.2018 05:55

Briefträger stellte Wahlkarten nicht korrekt zu

Enormer Druck in der Arbeit. Damit hatte ein Postler in Niederösterreich zu kämpfen - just zu einer Zeit, als die Nationalratswahl 2017 anstand und Wahlkarten auszutragen waren. Doch der 26-Jährige, der jetzt in Wiener Neustadt angeklagt ist, war am Ende. Resultat: Leute bekamen ihre Wahlkarte nicht überreicht ...

Zusatz-Dienste gleich nach dem Urlaub - und dann waren da noch die ganzen Wahlkarten: „Das ist ja der neue Trend, dass alle ihre Wahlkarten nach Hause haben wollen“, sagt der Niederösterreicher jetzt, „aber wenn keiner daheim ist, muss ich sie wieder mitnehmen. Ich habe extra eine Seitentasche mitgeschleppt, war nicht immer angenehm.“

„Mir ist alles zu viel geworden“
Und das Austragen dauere: „Anläuten, warten, bis wer aufmacht, die Wahlkarte erklären. Mir ist dann alles zu viel geworden.“ Also warf er Wahlkarten nur in den Briefkasten, statt sie zu überreichen, und unterzeichnete die Übernahme selbst. Das flog auf, der 26-Jährige musste gehen. Die sechs Monate bedingt nahm er an.

Einer von vier Betroffenen konnte nicht wählen
Von den vier betroffenen Empfängern konnte letztlich nur einer wegen des Handelns des Postlers sein Wahlrecht bei der Nationalratswahl 2017 nicht ausüben. Eine Anfechtung ist ihm aber nicht möglich: Nicht nur, dass die vierwöchige Frist längst verstrichen ist, sind in diesem Fall laut Verfassungsgerichtshof auch nur die wahlwerbenden Parteien zur Anfechtung berechtigt.

Silvia Schober, Kronen Zeitung

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