Mi, 18. Juli 2018

Prozess in Innsbruck

13.07.2018 13:45

Nächtliches „Wildpinkeln“ führte zu Tumult

Kleine Blase, große Wirkung: Weil ein 18-Jähriger öffentlich urinierte, kam es im Tiroler Oberland zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe junger Männer und mehreren Securitys. Ein 21-Jähriger soll einem Sicherheitsmann den Finger gebrochen haben. Er selbst stieg aus der Situation mit gebrochener Nase aus.

„Mit mir hat eigentlich alles angefangen“, schilderte ein 18-jähriger Zeuge am Donnerstag vor Gericht. „Ich habe öffentlich uriniert. Ein Security wollte, dass ich 50 Euro Strafe bezahle. Ich hatte aber nur noch 20 Euro dabei.“ Dann sei es zu einer Schubserei gekommen, der Security sei aggressiv geworden. Der Angeklagte eilte seinem Freund zur Hilfe. Die Verteidigung habe aber nur verbal stattgefunden.

Vertagt
Der Angeklagte selbst bekannte sich nicht schuldig. Ein weiterer Zeuge habe den Security zu Boden geworfen. Vielleicht sei es dabei zum Fingerbruch gekommen - mit Sicherheit wusste das aber gestern niemand. Die Freunde seien dann aufgebrochen und nach einigen Minuten von „sechs oder sieben Securitys“ eingeholt worden. „Die haben uns gesagt, dass einer von ihnen einen gebrochenen Finger hat“, so der Angeklagte. Der 21-Jährige sei eingekreist worden, und habe als Antwort auf einige Beleidigungen seinerseits einen Faustschlag in das Gesicht bekommen. Weil von den geladenen Securitys am Donnerstag keiner da war, wurde die Verhandlung vertagt. 

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter
 krone.at
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