Mi, 14. November 2018

Bischof Krautwaschl:

08.07.2018 19:12

„Wo ist das christliche Abendland geblieben?“

Der Bischof der Diözese Graz-Seckau hat sich am Sonntag mit deutlichen Worten zur Entwicklung des EU-Asylwesens zu Wort gemeldet. Er frage sich, „wo denn das oft herbeigeredete christliche Abendland geblieben ist“, berichtete Kathpress.

Auch wenn Grenzen heute wieder eine Rolle spielten, könnten Christen „nicht so tun, als ob uns der Bruder, die Schwester nichts anginge“, so Krautwaschl. Der Begriff „Asyl“ verkomme „beinahe zu einem Schreckenswort“, und das geltende Gesetz des humanitären Bleiberechts werde „scheinbar nicht mehr gelebt“. 

Abschottung in der Kritik
Zudem habe er mahnend erwähnt, dass „tote Menschen im Mittelmeer und woanders beinahe unwidersprochen hingenommen werden, dass große Reden von Hilfe vor Ort geschwungen werden, aber sich alles scheinbar nur um Abschottung und ‘dicht machen‘ dreht“. „Machen wir uns in unserem Europa wieder neu auf den Weg zueinander, grenzen wir uns nicht ab! Halten wir die vielfältigen Fragen- und Themenkomplexe beieinander, auch wenn es schwer ist“, habe Krautwaschl appelliert, heißt es von Kathpress.

Der Grazer Diözesanbischof hat am Sonntag gemeinsam mit dem Erzbischof von Maribor, Alojzij Cvikl, zwei Messen zelebriert. Die beiden Nachbardiözesen veranstalten seit 2016 jährliche ein Treffen an der „grünen Grenze“ zwischen Österreich und Slowenien.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Steiermark
Aktuelle Schlagzeilen
Eklat bei Bayern
TV-Experten geohrfeigt: Ribery entschuldigt sich
Fußball International
Urteil in St. Pölten
Mit Pkw auf Ex-Freund und neue Freundin zugerast
Österreich
Mit Probeführerschein
Lenker (20) raste Polizei im 244-PS-Audi davon
Oberösterreich
Fußprellung
Deutschland gegen Russland ohne Dortmund-Star Reus
Fußball International
Als Sportdirektor
Nächster Paukenschlag! Rieds Schiemer schmeißt hin
Fußball National
EU-Sorgenkind Italien
Österreich würde Defizitverfahren unterstützen
Österreich
„Tagwache“-Serie
Bundesheer-Offensive mit Kratky sprengt Rekorde
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.