Nullnummer

Torloses Remis im Schlager SK Rapid - Salzburg

Wien
29.11.2009 18:05
Mit einem torlosen Remis hat am Sonntagnachmittag der Schlager der 17. Runde der tipp3-Bundesliga zwischen Titelverteidiger Salzburg und dem SK Rapid geendet. Damit bleiben die seit sieben Runden ungeschlagenen Hütteldorfer weiter punktegleich vor den Mozartstädtern, die nun sechs Spiele en suite ohne Niederlage sind, Tabellenführer.

Vor der Saison-Rekordkulisse von 23.600 Zuschauern in Wals-Siezenheim probten, wie bereits die Aufstellungen bewiesen, beide Teams für ihre Europa-League-Auftritte am Mittwochabend. So ersetzte bei Salzburg der Niederländer Opdam den verletzten ÖFB-Teamspieler Schiemer als Defensiv-Mann vor der Abwehr im 4-1-4-1-System von Huub Stevens.

Salzburg ohne Torjäger Janko
Nicht geplant war dagegen die Umstellung im Sturm: Da Torjäger Marc Janko wegen Adduktorenproblemen kurzfristig ausfiel, fungierte Zickler als Solo-Spitze. Im Heimspiel am Donnerstagabend gegen Lazio Rom soll Janko aber wieder einlaufen.

Rapid-Trainer Peter Pacult setzte im Hinblick auf das Gastspiel beim Hamburger SV auf ein 4-2-3-1-System, in dem Heikkinen und Pehlivan als "Staubsauger" vor der Verteidigung fungierten, während Kapitän Steffen Hofmann flankiert von Trimmel und Kavlak diesmal im zentralen Mittelfeld agierte. Einziger Rapid-Stürmer war Jelavic.

Ehren-Ankick von Tennis-Legende Muster
Das Match war nach dem Ehrenanstoß von Tennis-Legende Thomas Muster geprägt von Taktik und großem Respekt der beiden Gegner füreinander. Höhepunkte waren deshalb Mangelware. In Hälfte eins hatte Zickler nach einem langen Sekagya-Pass eine Riesenchance, traf aber nur das Außennetz (10.). Auf der Gegenseite gab es in Minute 17 nach einer Berührung von Afolabi im Zweikampf mit Jelavic an der Strafraumgrenze Elferalarm. Schiedsrichter Schörgenhofer ließ aber weiterspielen, und Kavlak verzog aus 20 Metern.

Salzburg versuchte es in der Folge mit Weitschüssen, so etwa Sekagya, bei dessen platzierter "Granate" aus 30 Metern Rapid-Goalie Payer auf dem Posten war (39.). Kurz nach der Pause scheiterte Trimmel mit einem Kopfball an Tormann Gustafsson (47.). Auch Zickler fand in der besten Phase der Salzburger im gesamten Match per Hechtkopfball nach Schwegler-Flanke seinen Meister in Payer (66.). Ein versteckter und leicht abgefälschter Leitgeb-Schuss bereitete dem Rapid-Schlussmann mehr Probleme (70).

Jelavic und Zickler vergaben jeweils Matchball
Danach wurde aber Rapid gefährlicher. So reagierte Jelavic zunächst nach einem Gartler-Idealpass zu spät (79.), wenig später schoss der Kroate dann eine Hundertprozentige am langen Eck vorbei (83.). Im Gegenzug vergab Zickler noch kläglicher aus kurzer Distanz (84.). Und in Minute 87 hatten die Salzburger Pech, da ein regulärer Svento-Treffer wegen Abseits nicht anerkannt wurde. So blieb es beim unter dem Strich gerechten 0:0.

Es war das erste Remis zwischen den beiden Teams in Salzburg seit dem 20. Mai 2000, auch damals hatte es ein 0:0 gegeben. Die Salzburger blieben aber erstmals seit der peinlichen 0:7-Niederlage gegen Rapid am 23. März 2008 ohne Torerfolg in einem Heimspiel.

Meinungen zum Spiel
Huub Stevens (Salzburg-Trainer):
"Ein großes Dankeschön an den zwölften Mann, das Publikum, das uns heute fantastisch unterstützt hat. Aber leider war der Linienrichter gegen uns. Er hat einen großen Fehler gemacht, der mich ärgert. Die TV-Bilder sprechen eine deutliche Sprache, dass der Treffer von Svento nicht abseits war."

Eddie Gustafsson (Salzburg-Tormann und -Kapitän):
"Ich bin enttäuscht, das waren zwei verlorene Punkte für uns. Rapid steht hinten und wartet auf unsere Fehler, diese sind aber nicht passiert."

Andreas Ulmer (Salzburg-Verteidiger):
"Ich glaube nicht, dass wir zufrieden sein können. Wir wollten die Tabellenführung und drei Punkte. Das Tor war kein Abseits, das ist schade für uns, aber jetzt müssen wir damit leben. Mit ein bisschen Glück geht der eine oder andere Schuss hinein. Schade."

Peter Pacult (Rapid-Trainer):
"Ich bin sehr zufrieden, denn wir sind mit dem Ziel hergefahren, die Tabellenführung zu behaupten. Das ist uns gelungen. Es ist nie leicht hier in Salzburg, man hat aber auch gemerkt, welch großen Respekt beide Teams voreinander haben. Wenn man in einer Woche gegen die drei großen Rivalen Austria, Sturm und Salzburg sieben Punkte holt, dann muss man zufrieden sein. Bei der Attacke an Jelavic hätte man Elfer durchaus geben können."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän):
"Wir haben auswärts gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt. Das Remis war das Minimalziel. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht gehört, dass der Schiedsrichter bei einem Elfmeter (beim Foul an Jelavic, Anm.) auf Vorteil entscheidet, da waren heute wieder ein paar Entscheidungen dabei..."

Nikica Jelavic (Rapid-Stürmer):
"Ich habe zwei Tage nicht trainiert, es war für mich schwierig, heute zu spielen. Ich bin aber zufrieden, dass wir einen Punkt gemacht haben."

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