Sa, 17. November 2018

Nach Coup in Innsbruck

30.06.2018 12:00

Gefasste Einbrecher narren weiter die Ermittler

Wortkarg präsentieren sich jene zwei mutmaßlichen Einbrecher, die am Montag bei einem Coup in Innsbruck auf frischer Tat ertappt worden sind. Die Polizei prüft derzeit intensiv, ob das Duo auch für weitere Straftaten verantwortlich ist. Die Gefahr vor Einbrüchen ist nicht gebannt - vor allem jetzt in der Reisezeit!

„Es sind zwei härtere Nüsse, mit denen wir es da zu tun haben“, war zuletzt aus Ermittlerkreisen zu hören. Die zwei Männer, die am Montag Vormittag während eines Einbruchs in einer Wohnanlage am Lohbachufer direkt in den Fängen der Polizei landeten, waren bei den bisherigen Einvernahmen nicht sonderlich kooperativ. „Sie sind nur teilgeständig. Obwohl sie auf frischer Tat ertappt wurden“, heißt es seitens der Kripo.

Die Verdächtigen, Georgier im Alter von 30 und 50 Jahren, sitzen mittlerweile in U-Haft. Unklar ist noch, ob das Duo mehr auf dem Kerbholz hat. Aber genau das wird nun intensiv überprüft. Auch mit Spurenabgleichen aus dem EU-Ausland. Aber das brauche Zeit.

Fiese Tricks der Ganoven
Im Dunkeln tappen die Ermittler auch noch im Fall der beiden Einbrüche am vergangenen Wochenende im Höttinger Mariahilfpark. Bei der Spurensuche wurde klar, dass die (noch) unbekannten Ganoven dort noch weitere Coups planten. Sie hatten bei mehreren anderen Wohnungen Plastikspangen zwischen die Eingangstür und den Türrahmen gesteckt. „Das ist eine typische Markierung“, weiß Hans-Peter Seewald vom LKA Tirol. Anhand solcher Hilfsmittel können Täter nach einer gewissen Zeit (oft mehrere Tage) feststellen, ob Bewohner etwa auf Urlaub sind. Steckt die Plastikspange noch, ist das ein Zeichen von Abwesenheit. Und Einbrecher können sich quasi ungestört bedienen.

„Krone“-Tipps: Schutz in der Reisezeit
Um ungebetene Gäste aus den eigenen vier Wänden fernzuhalten, sollten einige Tipps beachtet werden:

  • Briefkasten leeren lassen, Zeitungsabos unterbrechen.

  • Dafür sorgen, dass Nachbarn oder Verwandte öfter nach dem Rechten sehen.

  • Urlaubspläne nie auf sozialen Medien verbreiten.

  • Nur hochwertige Türschlösser (Mehrfachverriegelungen) einbauen lassen.

  • Spezielle Verriegelungen bei Fenstern und Terrassentüren (Zusatzsicherungen).

  • Elektronischer Schutz (Alarmanlage, Kameras, etc).

  • Zeitschaltuhren nutzen, Außenlichter installieren.

  • Alle Sachen wegräumen, die Ganoven beim Einbrechen helfen könnten - wie Kisten, Leitern, Stühle etc.

Hubert Rauth
Hubert Rauth

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