Naturjuwel in Gefahr

Umweltschützer laufen gegen S31-Weiterbau Sturm

Burgenland
24.11.2009 17:33
Der Widerstand gegen den geplanten Weiterbau der S31 am Rande des Naturjuwels Neusiedler See wächst. Kaum ein anderes Straßenprojekt lässt so viele Bürgerinitiativen und Umweltschutzorganisationen auf die Barrikaden gehen.

Dunkle Wolken hängen über der Region Neusiedler See. Umweltorganisationen wie WWF, Birdlife und GLOBAL 2000 warnen: "Die S31-Trasse von Eisenstadt bis Schützen soll knapp an der Schutzzone vorbeiführen. Negative Folgen werden nicht ausbleiben!" Die Angst der Gegner: Der Weiterbau sei nur der erste Schritt zum Lückenschluss zwischen A3 und A4. Die einmalige Fauna und Flora werden zerstört.

Mit Professor Antal Festetics haben Reiher, Ziesel & Co. einen weiteren namhaften Fürsprecher. Er mahnt: "Das Weltkulturerbe ist ein Naturjuwel, um das uns viele Länder zu Recht beneiden. Jetzt laufen wir Gefahr, dass dieses Prädikat von der UNESCO aberkannt wird." Bedenken äußerte auch der Umweltanwalt des Landes.

"Wir brauchen keine 60 Millionen Euro teure Schnellstraße"
Ihrem Unmut machen besorgte Bürger und Ortspolitiker in Briefen an Landesrat Helmut Bieler Luft. "Wir brauchen keine 60 Millionen Euro teure Schnellstraße auf Kosten unserer Landschaft und Lebensqualität", bringt es Winzer Ernst Triebaumer auf den Punkt. 

Vize-Bürgermeister Johannes Mezgolits aus Donnerskirchen appelliert ans Land, "die Sorgen der Bevölkerung nicht vom Tisch zu wischen und nochmals eine kleine Umfahrung von Schützen in die Überlegungen einzubeziehen!"

von Karl Grammer, Kronen Zeitung
Symbolbild

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