Wiederbetätigung

Handel mit Nazi-Artikel: Ressenig entgeht Prozess

Kärnten
24.11.2009 17:25
Knalleffekt in der Causa um Wolf Dieter Ressenig, den ehemaligen Obmann der Ulrichsberggemeinschaft: Er hatte für Wirbel gesorgt, weil er im Internet mit NS–Artikeln gehandelt haben soll. Das heurige Treffen ist deswegen geplatzt – dabei bleibt strafrechtlich gar nichts über, entschied nun die Justiz.

Das Mutterkreuz, Nahkampfspangen, Orden aus dem Dritten Reich – alle Artikel der NS–Zeit, die der damals geschäftsführende Obmann der Ulrichsberggemeinschaft Ressenig im Internet angeboten haben soll. Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes hat daraufhin Anzeige wegen des Verdachts der Wiederbetätigung erstattet, Verteidigungsminister Norbert Darabos entzog dem Ulrichsbergtreffen seine Unterstützung und die Teilnahme des Bundesheeres – ein schwerer Schlag für die Gemeinschaft, die das Treffen daraufhin absagen musste.

Jetzt hat sich herausgestellte, dass Ressenigs Handeln moralisch hinterfragbar, strafrechtlich aber nicht ahndbar sei. "Das Verfahren wurde nach Rücksprache mit der Oberstaatsanwaltschaft Graz eingestellt", erklärt Leitender Staatsanwalt Gottfried Kranz auf Anfrage der "Kärntner Krone". Die Ulrichsberggemeinschaft bemüht sich nun um einen Termin bei Minister Darabos, um das Friedensfest 2010 - mit Heer - zu sichern.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele