Gründungsparteitag

Titos Enkel will Kommunisten in Serbien vereinigen

Ausland
23.11.2009 08:25
Ein Enkel des ehemaligen jugoslawischen Staatschefs Josip Broz Tito will die serbischen Kommunisten nun vereinigen. In der Hauptstadt der nordserbischen Provinz Vojvodina, Novi Sad, wurde am Sonntag ein Gründungsparteitag der Kommunistischen Partei Serbiens abgehalten, an dem Vertreter mehrerer kleinerer Parteien kommunistischer Ausrichtung teilnahmen.

Das Parteiprogramm der neuen Kommunistenpartei stützt sich nach Angaben von Josip Joska Broz, wie der Enkel Titos heißt, auf die Erfahrungen des einstigen Kommunistenbundes, aber auch auf die neuen Erfahrungen, welche die Privatisierungen in Serbien und die EU-Ausrichtung des Landes miteinbeziehen. "Wir akzeptieren alles, was gut war, und schmeißen alles weg, was schlecht war", erklärte der ehemalige Forst- und Gastwirt.

14 Parteien kommunistischer Ausrichtung
Er bekundete auch seine Überzeugung, dass es im Land genügend Platz  für eine neue Kommunistenpartei gebe, da es in Serbien "viele Kommunisten gibt, die ihre Überzeugung bewahrt haben". Medienberichten zufolge sind in Serbien derzeit 14 Parteien kommunistischer Ausrichtung tätig, doch keine ist im Parlament vertreten.

Der frühere Kommunistenbund Serbiens wurde im Jahre 1990 von Slobodan Milosevic in "Sozialistische Partei" umbenannt. Nach dem Sturz des Regimes von Milosevic im Jahre 2000 erlebte die Partei ihren Tiefpunkt. Seit eineinhalb Jahren gehören die Sozialisten unter Anführung von Ivica Dacic, einst Sprecher der Partei Milosevics, erneut zur serbischen Regierungskoalition.

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