Mi, 12. Dezember 2018

Es geht um Millionen

18.06.2018 14:30

Viel Beton könnte in Gneis vom Himmel fallen

Panikartige Reaktionen lösten die Dimensionen des Bauprojekts auf der Wiese am Dossenweg in Gneis aus: Viel Beton fällt vom Himmel, denn auf dem Grundstück sollen fast gleich viele Wohnungen errichtet werden wie in der Riedenburg, diese bunten Hochhäuser mit sieben Stockwerken sind derzeit Gesprächsthema Nummer 1.

Die „Krone“ berichtete über die Bedenken der Initiative „Bürger für Gneis“ ausführlich: 300 Wohnungen auf der 30.000 m2 großen Fläche würden den gesamten Stadtteil verändern, gewaltige Probleme im Kindergarten-und Schulbereich auslösen und die Park-Situation bei der Krabbelstube und dem Röntgeninstitut in Gneis verschärfen.

320 Wohnungen errichtete man auf der ebenfalls 30.000 m2 großen Fläche der früheren Riedenburg-Kaserne, dazu kommt aber noch ein 5.000 m2 großer Park.

Legendär der Ausspruch: „Die Riedenburg ist vom Himmel gefallen.“ Sie bezieht sich auf eine Aussage von Planungsstadtrat Johann Padutsch, der zugab, vom Aussehen der grellbunt gefärbten Blöcke selbst überrascht gewesen zu sein.

Am Dossenweg geht es um viele Millionen. So soll allein die Vorauszahlung für den Grund-Zins einen Betrag rund um vier Millionen Euro ausmachen.

Involviert sind die „Heimat Österreich“ und der Besitzer, ein Landwirt aus Thumegg.

Was viele Käufer oder Mieter von Wohnungen auf Baurechtsgründen nicht wissen: Nach Ablauf der Frist (am Dossenweg sind es ganze 99 Jahre) fallen die Wohnungen in den Besitz des Grundstückseigentümers und dieser kann dann höhere Entschädigungen fordern.

Alle Realitäten am Dossenweg gehören daher nicht den Käufern. Dazu ein erfahrener Anwalt: „Bei Immobiliengeschäften muss man unbedingt in Generationen denken! Es geht schneller, als man glaubt!“

Der frühere Bürgermeister Josef Reschen schlug bei der Versammlung in Hellbrunn eine Lösung vor: „Wir sollten den verdichteten Flachbau her nehmen, so wie in der gegenüberliegenden Siedlung zwischen Sternhofweg und Eduard Macheinerstraße.“

Gerlinde Kadir, die bei der Versammlung schon das neue gelbe Abzeichen der „Bürger für Gneis“ trug, wohnt in dieser Siedlung.

Diese ist geprägt von vielen Gärten, Balkons und geräumigen Wegen, überdies waren zu Beginn ein Supermarkt, eine Ordination und eine Bank vorhanden. Nur der Kinderarzt blieb. Dennoch: Die Zufriedenheit in der von Bruno Oberläuter initiierten Anlage ist hoch.

Josef Reschen dazu: „Wir können am Dossenweg doch nicht Hochhäuser hinstellen, das habe ich den Stadtplanern ausdrücklich gesagt. Der Charakter der Siedlungen im Raum Gneis muss erhalten bleiben.“

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