Knalleffekt in Krsko

Atomkraftwerk in Slowenien erhält zweiten Reaktor

Kärnten
21.11.2009 22:52
Die Versprechungen Sloweniens vor dem EU-Beitritt waren offenbar nur Schall und Rauch. Das auf einer Erdbebenlinie errichtete Atomkraftwerk Krko sollte eigentlich - wie beteuert - abgeschalten werden. Nun plötzlich will Slowenien aber die Anlage ausbauen und ab 2020 einen zweiten Reaktorblock in Betrieb nehmen. Dabei fehlt bis heute ein Endlager für den angefallenden Atommüll.

Atomenergie sei für Slowenien sehr attraktiv und notwendig, ließ der slowenische Wirtschaftsminister Matej Lahovik verlauten. Daher soll in Krko ein neuer Reaktor mit einer Leistung von 1.000 bis 1.600 Megawatt errichtet werden. Seine Betriebsdauer wird mit 60 Jahren angegeben. Dazu bestehe die Möglichkeit einer 20-jährigen Verlängerung.

Wer den zwischen 3,5 und fünf Millionen Euro teuren neuen Block des umstrittenen Kernkraftwerks errichten wird, ist noch offen.  Italien soll an einer Mitfinanzierung interessiert sein.

Volksabstimmung möglich
Angeblich soll eine Volksabstimmung über den Ausbau abgehalten werden. Zuvor, so Lahovnik, müsste die Lagerung des Atommülls geklärt sein. Bereits vor Jahren gab es Pläne, den strahlenden Abfall in der Nähe der Kärntner Grenze unterzubringen.

Von Kärntner Seite protestiert die SPÖ gegen den Ausbau: Alternativenergien sollten Vorrang haben.

von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele