"Dabei hab ich dich doch so gern!" – Das war der letzte Satz, den der Nebenerwerbsbauer in der Notarskanzlei brüllte, bevor er seiner Frau mit einem gezielten Schnitt die Kehle durchtrennte. Noch ehe der Notar, der mit seiner Stenotypistin kurz den Raum verlassen hatte, zurückkehrte, tötete sich der Bauer mit einem "Leatherman"-Messer selbst. "Er fügte sich ebenso einen tödlichen Schnitt am Hals zu", so Chefinspektor Leopold Etz von der Mordgruppe des Landeskriminalamts Niederösterreich.
Heimatgemeinde steht unter Schock
"Mein Bruder wollte sich gar nicht scheiden lassen. Seine Frau war seine große Liebe, und er hatte gehofft, dass alles wieder gut wird. Seit Monaten hat er geweint. Erst gestern hat er sich ein wenig beruhigt", so die 35-jährige Schwester des Bauern.
Die Heimatgemeinde des in Scheidung lebenden Paares steht unter Schock. Vielen, nur nicht dem 44-Jährigen, einem streng gläubigen Christen, hätte man eine solche Wahnsinnstat zugetraut. Das Paar hinterlässt zwei Kinder im Alter von elf und 17 Jahren.
Ermittlungen bereits abgeschlossen
"Die Ermittlungen sind abgeschlossen", teilte Chefinspektor Etz am Mittwochvormittag mit. Eine Obduktion sei in dem Fall nicht nötig. Drei Personen seien einvernommen worden, darunter eine Augenzeugin des Selbstmordes des 44-jährigen Landwirtes.
von Mark Perry und Christoph Matzl (Kronen Zeitung) und krone.at








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