Dörflers "Ernte"

Christbaum vor Wiener Rathaus offiziell erleuchtet

Österreich
14.11.2009 20:34
Die Vorweihnachtszeit hat offiziell begonnen: Am Samstag eröffnete der Wiener Bürgermeister Michael Häupl gemeinsam mit dem Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler den traditionellen Christkindlmarkt in Wien. Im Rahmen eines Festaktes wurde der Christbaum vor dem Rathaus feierlich erleuchtet. Die von Dörfler höchstpersönlich geschlägerte Fichte stammt heuer aus der Kärntner Gemeinde Gurk und hat auch einen Namen: Franz.

Vor dem Einschalten der aus etwa 1.000 Lämpchen bestehenden Christbaumbeleuchtung - Illuminierung genannt - erklärte Dörfler, wie er auf den Namen gekommen ist: "Spender des Baumes ist Franz Stürzenbecher (Vizebürgermeister von Gurk) und der Fahrer, der ihn nach Wien gebracht hat, war auch ein Franz." Zudem sei einer der bekanntesten Kärntner auch ein Franz - Franz Klammer. Somit wurde aus der namenlosen, mehr als 100 Jahre alten Fichte ein "Franzl", so Dörfler, der "den Wienern viel Freude machen soll".

"Würde mich das nicht trauen"
Zum ersten Mal wurde das grüne Wahrzeichen des Marktes höchstpersönlich von einem Landeshauptmann "geerntet", wie es Dörfler titulierte. Davon zeigte sich Häupl begeistert und zollte Respekt: "Das finde ich bewundernswert. Ich würde mich das nicht trauen." So etwas hätte noch kein Landeshauptmann vor Dörfler getan. "Einmal durfte ich den Baum aussuchen", erinnerte sich der Bürgermeister, "ich glaube, das war damals auch in Kärnten".

In ihren Ansprachen unterstrichen beide Politiker ihre Sympathien für Wien beziehungsweise für Kärnten - auch "wenn man gelegentlich Witze reißt und sich gegenseitig pflanzt", so Häupl. Die beiden Männer sind befreundet. Im vergangenen Sommer gab Dörfler im Hinblick auf die kommenden Wien-Wahlen in einem TV-Interview sogar eine Empfehlung für Häupl ab. An dieser hält er fest: "Uns verbindet eine wirkliche Freundschaft, und das sage ich auch öffentlich."

Dörflers Wünsche an das Christkind
Die Landeshauptleute forderten in ihren Festansprachen auch dazu auf, in schwierigen Zeiten den Optimismus nicht zu verlieren und positiv in die Zukunft zu blicken. Zudem mahnte Häupl die Wiener, die Adventzeit als Zeit der Reflexion zu nutzen und sich nicht von der Hektik einfangen zu lassen. Etwas weniger Stress wünscht sich auch Dörfler, der an das Christkind einen Brief schreiben will: "Ich wünsche mir, dass es mir drei freie Tage spendiert, um mit meinen Enkelkindern mal richtig spielen zu dürfen."

Der Besucherandrang auf dem Adventmarkt war bereits am Eröffnungstag sehr groß. Grund dafür waren wohl auch die angenehm milden Temperaturen. Bis 24. Dezember werden an den rund 140 Standln am Rathausplatz weihnachtliche Waren, Süßigkeiten und Heißgetränke angeboten. Zeitgleich findet im Rathauspark der "Adventzauber" mit geschmückten Bäumen, Ponyreiten und Ringelspiel statt. In "Christkindls Werkstatt" können die kleinen Besucher Kekse backen und Geschenke basteln.

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