Vier Jahre Haft

Zehnjährige zu Sex gezwungen - Urteil für Kinderschänder

Kärnten
13.11.2009 18:01
Drei Jahre lang hat das Martyrium eines Mädchens in Völkermarkt gedauert. In dieser Zeit verging sich der Wohnungsvermieter immer wieder an dem Kind – oft vor den Augen der kleinen Brüder. Diese packten endlich darüber aus, was der Schwester angetan wurde. Jetzt muss der Kinderschänder hinter Gitter.

Geständnis hat der Mann keines abgelegt. Im Gegenteil: Die Kinder lügen, sagt er. Richter Manfred Herrnhofer glaubt das nicht: Zu detailliert schildert das Mädchen, was der Angeklagte getan, wozu der 58-jährige "väterliche Freund der Familie" die Kleine gezwungen haben soll: Perverse Sexspiele am Küchentisch, Missbrauch im gemeinsamen Kroatien-Urlaub. Aufgehört habe er immer erst, wenn es zu "sehr weh" getan habe.

Jahrelang hat das Mädchen über diese Pein geschwiegen – aus Scham, Angst, unbegründeten Schuldgefühlen. Nun wurde der Mann verurteilt; zu vier Jahren Haft. Überraschend nimmt er diese Strafe an. Für das Opfer ist damit zumindest eine Qual vorbei: Die Furcht, dass ihm keiner glaubt und dass der Täter ungestraft bleibt.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Symbolbild

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