Kampf gegen H1N1

30.000 ließen sich bisher gegen die Neue Grippe impfen

Wien
13.11.2009 15:14
Rund 30.000 Wiener haben sich in der ersten Impfwoche gegen die Neue Grippe immunisieren lassen. Trotz dieser beachtlichen Zahl sei derzeit nicht vorgesehen, zusätzliche Impfstraßen zu öffnen oder die Öffnungszeiten der 21 Impfstellen auszuweiten, wie das zuletzt von ÖVP und FPÖ gefordert worden war, sagte die Landessanitätsdirektorin Karin Spacek am Freitag.

Die Impfung werde in der Bevölkerung sehr stark angenommen, so Spacek. Vor einigen Wochen sei dies noch anders prognostiziert worden. Von "langfristigen Nebenwirkungen" der Impfung wusste die Direktorin nicht zu berichten. In einzelnen Fällen sei es zu einem Kreislaufkollaps oder zu Übelkeit gekommen. Susanne Drapalik vom Krankenanstaltenverbund betonte, die Impfbereitschaft sei beim medizinischen Personal in den vergangenen Tagen ebenfalls merklich gestiegen.

Mehrzahl suchte WGKK-Impfstraßen auf
Laut einer Hochrechnung der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) werden bis einschließlich Freitag insgesamt 29.200 Personen geimpft worden sein. Der Großteil, rund 16.700 Injektionen, entfiel dabei auf die fünf WGKK-Impfstraßen, weitere 10.600 auf die Stellen des Gesundheitsamtes (MA15). Noch einmal knapp 2.000 Menschen haben sich in der ersten Woche in den Einrichtungen der Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien eine Dosis der Vakzine verabreichen lassen.

Primarius Christoph Wenisch appellierte an die "Solidarität" der Wiener. Risikogruppen wie Schwangere ab der 15. Woche und Menschen mit chronischen Krankheiten bis zum 49. Lebensjahr müssten vorrangig geimpft werden. Wichtig seien zudem Vorsorgemaßnahmen wie oftmaliges Händewaschen oder Zu-Hause-Bleiben im Krankheitsfall. Erste Antikörper würden erst zwei Wochen nach der Impfung im Blut nachweisbar sein, erklärte der Mediziner. Nach drei Wochen bestehe ein rund 50-prozentiger Schutz, weshalb eine zweite Injektion wichtig sei. Insgesamt verlaufe die heurige Grippewelle jedenfalls ähnlich jener der Jahre zuvor, wurde betont.

ÖVP fordert längere Öffnungszeiten
Kritik am Impfservice der Stadt übte indes die Opposition: ÖVP-Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec forderte die Ausdehnung der Öffnungszeiten, da arbeitende Menschen derzeit kaum Gelegenheit hätten, die Impfzentren aufzusuchen. Die Freiheitlichen wiederum bezeichneten lange Warteschlangen als "Ungeheuerlichkeit" und forderten für jeden der 23 Bezirke ein eigenes Impfzentrum.

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