Alte Idee neu belebt

Eigene Busspuren für die Klagenfurter Innenstadt geplant

Kärnten
11.11.2009 17:05
Ein Hilfeschrei der Stadtwerke hat bei den Stadtpolitikern ein Echo gefunden. Weil der Verkehr immer dichter und die Busfahrpläne durch Verspätungen immer unattraktiver werden, sollen jetzt eigene Busspuren eingerichtet werden – zunächst auf Probe in der Burggasse, der 8.-Mai-Straße und auf dem Stauderplatz.

Wer sich noch an den einstigen Klagenfurter Verkehrrsreferenten Kurt Peterle erinnert, dem wird diese Idee nicht neu vorkommen: Schon in den Neunzigern gab es immer wieder Versuche, dem öffentlichen Verkehr in der Landeshauptstadt Vorrang einzuräumen – mit einer Busspur in der Burggasse, dem Rückbau der St. Veiter Straße, den Haltestellen direkt an den Straßen.

"Öffis" sollen attraktiver werden
Funktioniert hat das Konzept nie und auch diesmal ist nicht klar, ob die Busspuren wirklich umgesetzt werden, auch wenn es tatsächlich nötig scheint: Bei 1.248 Fahrten auf den Hauptlinien der Stadtwerke gehen insgesamt schon 61 Stunden Fahrtzeit täglich verloren, weil Busse im Stau stehen oder durch Autos irgendwie behindert werden. "So kann man kaum jemanden bewegen, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen", sind sich die STW-Experten Romed Karree und Reinhold Luschin einig.

Bürgermeister Christian Scheider plädiert daher für ein Pilotprojekt mit drei Probebereichen: Burggasse (Höhe Salmstraße), 8.-Mai-Straße und Stauderplatz.

Verkehrsreferent Peter Steinkellner soll diese Beschleunigungsmaßnahmen für die Öffis ausarbeiten – ohne, dass ein Verkehrschaos in der Innenstadt ausbricht. Wie die Experten das Problem diesmal lösen werden, bleibt abzuwarten.

von Kerstin Wassermann ("Kärntner Krone")

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