Sa, 21. Juli 2018

Semmeringbahn

08.05.2018 18:00

Denkmalschutz macht Sanierung zum Puzzlespiel

Drei Viadukte werden heuer und nächstes Jahr auf der Semmeringbahnstrecke saniert. Eine knifflige Aufgabe, denn die historischen Bauwerke stehen unter Denkmalschutz. 1464 Steine der Brüstungsmauern müssen daher genau so wieder eingebaut werden, wie sie derzeit angeordnet sind.

Die Außenansicht der Viadukte über den Wagner-, Gamperl- und Rumplergraben muss unverändert bleiben, das ist eine Vorgabe des Bundesdenkmalamts. In der Praxis bedeutet das präzises Arbeiten: Im Vorfeld müssen alle Steine der Brüstungsmauern nummeriert und vermessen werden. Ab Mitte Mai hebt sie ein großer Bagger vom Viadukt, ein kleiner Bagger lagert sie dann in der richtigen Reihenfolge auf einem Arbeitszug. Nach der Sanierung in einem Steinmetzwerk werden die Steine wieder eingebaut, ohne dass etwas durcheinander gerät. Kaputt gehen sollte nichts, denn die Steinbrüche, aus denen das Material stammt, sind seit Jahrzehnten geschlossen.

Nach Abtragung der Brüstungsmauer bauen die ÖBB eine lastverteilende Stahlbeton-Tragwerksplatte im Viadukt ein. Heuer und nächstes Jahr ist jeweils eine Gleisseite an der Reihe. Alleine die Arbeiten 2018 kosten 17 Millionen Euro.

Im nächsten Jahr gibt‘s eine Totalsperre
Die Bauarbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb. Von 11. bis 15. Juni sowie von 18. bis 22. Juni ist allerdings ein Schienenersatzverkehr für die Regionalzüge zwischen Payerbach-Reichenau und Semmering bzw. Mürzzuschlag notwendig. Im Mai 2019 folgt dann eine elftägige Totalsperre der Semmering-Bergstrecke.

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