Di, 16. Oktober 2018

Messenger-App Soroush

30.04.2018 09:04

Iranische Emojis wünschen „Tod den USA“

„Nieder mit Israel“ oder „Tod den USA“ protestieren schwarz verschleierte Frauen auf Schildern. Einige der Aufschriften richten sich auch gegen Dissidenten und Freimaurer. Szenen, die man aus dem Nahen Osten zu kennen glaubt, doch bei den protestierenden Frauen handelt es sich um Emojis der von iranischen Hardlinern empfohlenen Kommunikations-App Soroush. Sie soll demnächst die im Iran ebenso beliebte wie wegen ihrer Verschlüsselung umstrittene App Telegram ersetzen. 

Kommunikations-Apps sind im Iran seit Monaten ein Politikum. Besonders Telegram steht in der Kritik. Die App diente bei den regimekritischen Unruhen zum Jahreswechsel 2017/18 als wichtigstes Kommunikationsmittel der Demonstranten. Videos und Bilder der Proteste wurden über Telegram im In- und Ausland verbreitet. Daraufhin forderten besonders der Klerus und die Hardliner nicht nur die Blockierung von Telegram, sondern auch die Einführung eines staatlich kontrollierten Internets.

Die Alternative soll nun die im Iran entwickelte App Soroush werden, wie das Nachrichtenportal Fararu berichtete. Das islamische Establishment wirbt für einen Umstieg von Telegram auf Soroush, mit geringer Resonanz. Die Regierung von Präsident Hassan Rouhani ist strikt gegen ein Verbot von Telegram. Die Menschen sollten selbst entscheiden, welche App sie nutzen wollen. Genau so sieht es auch das Kommunikationsministerium. Telegram hat derzeit im Iran mehr als 40 Millionen Nutzer, Soroush laut unbestätigten Angaben fünf Millionen.

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