Mo, 25. Juni 2018

Eigene Pendler-Routen

29.04.2018 06:30

Radler verlangen mehr Platz in Graz

Neue, sichere Hauptradrouten für Pendler, mehr Platz für die Radler und endlich ein Radverkehrskonzept, das seinen Namen auch verdiene - das sind einige der Forderungen der Radlobby „Argus Steiermark“. Trotz gegenteiliger Bekundungen: Das Radfahren wird in Graz immer noch etwas stiefmütterlich behandelt.

„Was Graz braucht, sind echte Pendler-Radrouten von der Innenstadt in die Peripherie, die vom Radboten bis zum Kind komfortabel und sicher befahrbar sind“, so Heidi Schmitt von „Argus“. Dazu gehörten ein entsprechender Ausbau, Bevorrangung und ein Baustellenmanagement, das, wie beim Autoverkehr, Umleitungen vorsehe. Schmitt: „Das wäre nötig, um auch die Pendler aufs Rad zu bringen. Durch Pedelecs und immer leistungsfähigere Räder wird auch der Einzugsbereich für Radfahrer immer größer.“

Weitere Forderung: In der City wären die aktuellen Breiten der Radwege zu gering. Schmitt: „In der Innenstadt sind durch die hohe Radlerfrequenz wesentlich breitere Wege als in der Peripherie nötig.“

Zuerst kommt das Auto, dann lange nichts

Schmitt kritisiert: „Derzeit ist alles dem Autoverkehr unterworfen. Dann kommt lange nichts, dann folgt der öffentliche Verkehr, dann kommt wieder ganz lange nichts, dann kommen die Fußgänger. Den Platz, den gar niemand mehr will, den erhalten dann die Radfahrer.“

Schmitt verlangt endlich auch ein eigenes Radverkehrskonzept, das rasch die immer noch vorhandenen Lücken im Radwegenetz schließt. Jeder Radler, insbesondere in der Innenstadt (etwa am Opernring), weiß davon ja ein traurig’ Lied zu singen.

Zu wenig Abstellplätze und ein Fettnapf

Ein weiteres (unübersehbares) Problem sind viel zu wenig Radabstellplätze in der City. Die vorhandenen Plätze gehen regelmäßig über und sorgen dann, durchaus zu Recht, für Ärger bei Fußgängern, denen der Platz verstellt wird.

Trotz gegenteiliger Bekundungen: Radeln wird in Graz immer noch etwas stiefmütterlich behandelt. Ein Beispiel ist der Wirtschaftsbund. Der wetterte via Facebook gegen überquellende Radabstellplätze (statt mehr Fläche zu fordern) und die Radlerbrücke am Marburger Kai. Nun: Auch Radler bringen Geld in die Stadt. Die Brücke ist vorgeschrieben, damit sich Radler und Baustellen-Lkw nicht in die Quere kommen.

Gerald Richter
Gerald Richter

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