Fragen über Fragen

Rat am "Krone"-Telefon: Experten zur Neuen Grippe

Kärnten
06.11.2009 17:49
Rund um die grassierende Neue Grippe beschäftigen viele Ängste und Sorgen die Kärntner Bevölkerung. Daher läutete das "Krone"-Lesertelefon auch pausenlos, als am Freitag mit Vize-Sanitätschefin Ilse Oberleitner (im Bild mit Redakteur Fritz Kimeswenger) und Immunexperte Michael Ausserwinkler zwei Experten zahlreiche Fragen beantworteten.

Die dringendste Frage aller Anrufer war naturgemäß: Soll ich mich impfen lassen? Da die Antworten aber nur individuelle Gültigkeit haben, hier das Protokoll der wichtigsten Fragen und Antworten darauf:

Ich bin eine 87 Jahre alte Frau  und gesund. Ist die Impfung für mich ratsam?
Oberleitner:
Ich würde nur die Impfung gegen die saisonale Grippe und gegen Lungenentzündung empfehlen.

Ich reise  nach Australien. Soll ich mich vorbeugend impfen lassen?
Oberleitner:
 Dort ist der Winter und damit die Grippezeit vorbei. Sie fallen als 58-Jähriger auch nicht in die Risikogruppen. Also: Nein!

Welche Symptome hat die Neue Grippe?
Ausserwinkler:
Unterschiedlich. Von ganz mildem Verlauf bis zu starken Muskelschmerzen, hohem Fieber und Beschwerden im Hals- und Rachenraum.

Wie kann ich der Neuen Grippe bei meinen Kindern vorbeugen?
Ausserwinkler: Ratsam ist viel Gemüse-Vitamin C, wie es in Broccoli, Kohl, Sauerkraut oder pflanzlichen Präparaten vorkommt.

Für welche Gruppen ist der H1N1-Virus besonders riskant?
Oberleitner: Das Ministerium definiert als Risikogruppen Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, pflegende Angehörige, Gesundheitsberufe und chronisch Kranke zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 49 Lebensjahr.

Ich bin ein 23-jähriger Lungenkrebs-Patient. Soll ich mich impfen lassen?
Ausserwinkler:
Auf jeden Fall, sie gelten mit diesem Befund als chronisch krank!

Meiner 17-jährigen Tochter wurde jüngst die Milz entfernt. Soll sie sich impfen lassen?
Oberleitner: Ein klarer Fall für Impfungen gegen H1N1 und auch gegen die saisonale Grippe!

Soll ich Tamiflu auf eine Reise mitnehmen?
Oberleitner:
Nein, Tamiflu gehört in die Hände von Ärzten.

Ich fürchte mich vor etwaigen Nebenwirkungen der H1N1-Impfung. Ist die Sorge berechtigt?
Ausserwinkler: Nein. Bei zehn Prozent kommt es zu Rötungen bei der Einstichstelle, nur ein Prozent reagiert mit Schnupfen.
Oberleitner: Der heimische Impfstoff enthält keine Wirkverstärker, kein Quecksilber und keine Nanopartikel.

Ich bin aus Heiligenblut und müsste ins Impfzentrum nach Spittal reisen. Wieso wurde diese Lösung gewählt?
Ausserwinkler: Das hat das Ministerium so entscheiden. Es wäre sicher besser, wenn die Ärzte vor Ort impfen dürften.

Kann ich als Laie zwischen normaler und der Neuen Grippe unterscheiden?
Ausserwinkler:
Nein, das kann auch ein Arzt nicht ohne Abstrich.

Wird das Virus durch Haustiere übertragen?
Ausserwinkler: Nur in ganz extremen Fällen.

Auf der Südhalbkugel klingt die Pandemie ab. Wieviele Menschen erkrankten eigentlich?
Oberleitner: In Australien höchstens ein Prozent.

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